Der Nachtbubenstreich, der aus dem Kinderspital beider Basel (UKBB) ein Inderspital werden liess, bringt Mediensprecherin Sandra Soland nicht zum Lachen: «Es ist ungefähr das siebte Mal.» Etwa seit einer Woche fehlt auf das K, auf der Rückseite des Schildes ist der Buchstabe angekratzt. «Wir haben es extra noch nicht ersetzt. Vielleicht merken dann auch die Verursacher, dass der Witz nicht lustig ist», sagt Soland genervt. Man sei des «Kasperlitheaters» langsam überdrüssig.

Anzeige erhoben wurde bisher noch nie. Das Schild sei nicht ihr Lieblingsthema, sagt Soland: «Wir haben hier dringendere Probleme. Wir müssen viele kranke Kinder pflegen, das ist viel wichtiger.»

Robustere Lösung gesucht

Obwohl es jeweils nicht teuer ist, das fehlende K zu ersetzen, um wieder ein Kinderspital zu sein, haben die Verantwortlichen jetzt genug. Bisher klebte eine durchsichtige Folie auf dem Schild, das nachts beleuchtet ist. «Nächste Woche wird der gesamte Schriftzug durch eine robustere Variante ersetzt», sagt Soland. Was das genau heisst, mag sie nicht erläutern: «Wir befürchten, das würde noch mehr Schaden anrichten.»

Eine Lösung mit Überwachungskameras sei kein Thema: «Wir sind hier auf der Allmend.» Es bräuchte also ein Bewilligungsverfahren. Komme hinzu, dass eine Lösung mit Kameras teurer sei, als das Schild jeweils wieder instand zu stellen.

Auch auf der Rückseite des Schildes versuchten Vandalen das «K» abzureisen.

Auch auf der Rückseite des Schildes versuchten Vandalen das «K» abzureisen.

Soland betont, das Schild bereite ihr nicht die grössten Sorgen.» «Ein viel grösseres Problem ist, dass bei uns Leute auf den ohnehin knappen Notfallparkplätzen ihr Auto abstellen, um dann in der Stadt einkaufen zu gehen.» Mit einer Schranke und Bussen versuche das UKBB dies abzustellen. «Aber das ist für uns ein grosser Aufwand», sagt Soland.