Innovationen

Zusammenarbeit der Nordwestschweizer in der Innovationsförderung

Die Kantone wollen mehr zusammenarbeiten

Die Kantone wollen mehr zusammenarbeiten

In der Innovationsförderung spannen mehrere Nordwestschweizer Kantone zusammen: Die beiden Basel und der Jura haben den Verein i-net innovation networks gegründet. Der Aargau ist über ein Kooperationsabkommen angeschlossen.

i-net innovation networks soll helfen, Kompetenzen von Firmen und Forschungseinrichtungen zu vernetzen, sagte der Baselbieter Volkswirtschaftsdirektor Peter Zwick am Montag in Liestal. Zudem würden Dienstleistungen für die Unternehmer angeboten. Auch solle Wissen und Technologien, die an den Hochschulen entwickelt werden, der Wirtschaft zugeführt werden.

Das Ziel des Vereins mit Sitz in Muttenz BL sei es, Wertschöpfung und Beschäftigung in ausgewählten, für die Nordwestschweiz vielversprechende Technologien zu fördern, betonte der Basler Volkswirtschaftsdirektor Christoph Brutschin. Dies passiere an Treffen für Unternehmer und auf anderen Plattformen, auf denen Projekte entwickelt werden.

Der Kanton Aargau könne den Vereinsbeitritt erst vollziehen, wenn das Parlament einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, sagte Regierungsrat Urs Hoffmann. Die Regierung erwarte, dass mit i-net innovation networks und weiteren Aktivitäten bei der Industrie wichtige Impulse ausgelöst werden.

Fokussierung auf ausgesuchte Technologien

In der Schweiz sei diese Form der regionalen Zusammenarbeit in der Innovationsförderung bisher einzigartig, hiess es weiter. Es würden Synergien geschaffen und Doppelspurigkeiten abgebaut.

Laut Vereinspräsident Michael Bornhäusser will i-net innovation networks nicht nach dem Giesskanneprinzip fördern. Vielmehr konzentriere sich der Verein auf ausgesuchte Technologien und Innovationsthemen. Diese umfassen die Tätigkeitsfelder Cleantech, Life Sciences, Medtech, Nano-, Informations- und Kommunikationstechnologien.

i-net innovation networks hat ein Budget von jährlich rund 1,6 Millionen Franken für 2012 bis 2015. Die Hälfte steuert der Bund im Rahmen der Neuen Regionalpolitik bei.

Der Vereinsvorstand wird mit Unternehmern und Wirtschaftsförderern der beteiligten Kantone besetzt. Die Geschäftsstelle wird in Basel sein. Im Aargau befindet sich ein Experte für die Nanotechnologie, in Delsberg ein solcher für Medtech.

Das i-net-Projekt basiert auf dem Programm i-net Basel, das seit 2004 Dienstleistungen für Unternehmen im Bereich IT und seit 2008 auch in den Nanotechnologien und Cleantech angeboten hat.

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