Entwicklung
Zwei neue Buvetten am Rhein innerhalb nur eines Jahres

Die Tatsache, dass der Kanton den Buvetten die Öffnungszeiten vorschreibt, führt zu Diskussionen. Wir erklären, wie sich das Buvetten-Business entwickelt hat und liefern eine Übersicht über die Basler Buvetten.

Janine Müller und Mélanie Honegger
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Die Buvetten am Rhein locken viele Menschen an.

Die Buvetten am Rhein locken viele Menschen an.

bz Basellandschaftliche Zeitung

Fünf Buvetten preisen in Basel an warmen Sommertagen ihre Getränke und Esswaren an. Vier davon am Rheinbord. Nachdem die Rhyschänzli Buvette und die Buvette Dreirosen lange die einzigen waren, kam im letzten Jahr die Oetlinger Buvette hinzu. In diesem Sommer belebt eine weitere das Geschäft: Die Flora Buvette.

Dass sich die Anzahl der Buvetten innerhalb eines Jahres verdoppelt hat, hat seine Gründe: Im Oktober 2011 gab der Kanton bekannt, dass es in Basel 25 mögliche Verkaufsstände gibt. Acht weitere sollten hinzukommen.

Basler Rheinbord: Die vier Buvetten in Kürze

• Rhyschänzli Buvette: Die älteste Basler Buvette liegt gleich bei der Kaserne und ist jeden Tag von 10 bis 23.30 Uhr geöffnet.
• Oetlinger Buvette: Der Elektrogrill ist das Markenzeichen der Buvette, die sieben Tage die Woche von 11 bis 23 Uhr geöffnet hat.
• Flora Buvette: Die neuste Buvette bietet täglich von 11 bis 22 Uhr hausgemachte Sorbets an.
• Buvette Dreirosen: Nebst Verpflegung gibt es hier auch Wickelfische zu kaufen. Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 23 Uhr.

Der Kanton begann damals, Buvetten zu fördern. Die Buvetten sollten das öffentliche Leben am Rheinufer verändern; der Kanton sähe die kleinen Beizen als Mittel zur Sozialraumkontrolle, hiess es 2011. Mit Erfolg: Die Drogenszene beispielsweise ist praktisch verschwunden.

Den Buvetten-Betreibern machte der Kanton entsprechende Auflagen. «Der Buvettenbetreiber trägt während der Betriebszeiten die Verantwortung für die soziale Kontrolle und Sauberkeit am Standort und seinem unmittelbaren Umfeld mit», schrieb der Kanton im Konzept.

Hochprozentiges und Alcopops dürfen nicht verkauft werden. Die Verkaufspreise sollen sich im «qualitativen Tiefpreissegment» bewegen. Einen strikten Konsumzwang gibt es nicht. Als Betreiber sind nur Städter zugelassen oder Leute mit einer engen Verbundenheit zu Basel. Die beiden neueren Buvetten sollen nicht die letzten sein. In ihrem Konzept von 2011 sieht die Basler Allmendverwaltung zehn weitere mögliche Standorte am Rhein oder auf Grünflächen vor.

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