Tief gerührt nehmen Alicia und Rolf Soiron vor versammelter Prominenz den Basler Stern 2011 entgegen. Das Organisationskomitee bestehend aus Walter Brack, Paul Burkhalter, Hans Ueli Götz, Sam Keller, Hans-Peter Platz und Peter Wyss würdigt damit das kulturpolitische Engagement des Ehepaars. Dieses unterstützt unter anderem das Unternehmen Mitte, den Ackermannshof und das Gundeldinger Feld. «Ein gutes Team muss nicht zwingend aus elf Männern in Rot-Blau bestehen. Es kann auch ein gemischtes Doppel sein», meint Laudator Hans-Peter Platz.

Die glückliche Lebensgesellschaft der Soirons würde das ungewohnte Motto «Tue Gutes und sprich nicht darüber» verkörpern. Über den ehemaligen Sandoz-Manager Rolf Soiron sagt Platz: «Er ist ein heimlicher Riese der Schweizer Wirtschaft.» Schon früh habe er als Hoffnungsträger der Schweizer Wirtschaft gegolten. Heute präsidiert der 66-Jährige die Verwaltungsräte von Holcim und Lonza. Über sein Engagement sagt Soiron: «So uneigennützig sind wir gar nicht. Als Zugezogene sind wir in Basel sehr gut aufgenommen worden. Dafür danken wir.» Ehefrau Alicia ergänzt: «Trotz meinem Berndeutsch ist Basel meine Stadt geworden.»

«Die besten Schüler sitzen zuvorderst»

Bei der 17. Verleihung des Basler Sterns kommt auch das Gesellschaftliche nicht zu kurz. «Es ist immer interessant, wer kommt und wer nicht kommt», meint Hans-Peter Platz schalkhaft. Diesmal waren die prominenten Abwesenden Markus Lehmann und Moritz Suter. Neo-Nationalrat Lehmann hat bei seiner Anmeldung wohl nicht an die Bundesratswahlen gedacht und Suter wohl nicht an sein dramatisches Ende als BaZ-Verleger. Auch 2011 dabei ist dafür Stammgast und Gesundheitsdirektor Carlo Conti.

Nach wenigen Schlücken verschwindet er am Apéro aber bereits wieder.

In der mehrheitlich bereits ergrauten Gästeschar sticht der wirblige Fondation-Beyeler-Direktor Sam Keller hervor. Einen Spruch hat er immer parat. Bei der Preisverleihung im Stadtkino bleibt ihm nur noch einer der unbeliebten vordersten Plätze: «Es ist immer dasselbe: Die besten Schüler sitzen zuvorderst.»