Stellenabbau
Zwischen Roche und Genentech stimmt die Chemie nicht

Die Forschungsgruppe der Firma wird immer kleiner. Muss der Pharmakonzern seinen Standort in Basel sogar aufgeben?

Merken
Drucken
Teilen
Das Logo des Pharmakonzerns Roche in Basel

Das Logo des Pharmakonzerns Roche in Basel

Keystone

Seit mehr als einem Jahrzehnt können die Forscher von Roche in Basel keine Erfolge in der Neurologie vorweisen. Das Gerücht macht die Runde, dass der Pharmakonzern diesen Bereich am Standort Basel aufgeben will. Roche-Sprecher Nicolas Dunant sagt dazu zur „Schweiz am Sonntag“: „Wir halten daran fest.“

Die Forschungsgruppe wird aber immer kleiner: Von den heute 150 Stellen werden 12 abgebaut, und der Bereich wurde vor zwei Jahren mit der Augenheilkunde und der Erforschung seltener Krankheiten zusammengelegt.

Der Pharmaexperte Michael Nawrath sagt, dieser Schritt habe desperate Züge. Nawrath vermutet, Roche würde die Neurologie in Basel nicht aufgeben, weil dies ein Eingeständnis von Schwäche gegenüber von Genentech sei.

Die Tochter in San Francisco zeichnet für viele Forschungserfolge der vergangenen Jahre verantwortlich. Die Firmenkulturen von Mutter und Tochter haben wenig gemeinsam, was immer wieder zu Spannungen führt.