Klybeckquai

Zwischennutzung auf Ex-Hafenareal in Basel macht Winterpause

Die Distanz zwischen der Dachterrasse von «Shift Mode» und der Wohngenossenschaft Klybeck (grün, gelbe Wand) ist klein, der Konflikt aber gross.

Die Distanz zwischen der Dachterrasse von «Shift Mode» und der Wohngenossenschaft Klybeck (grün, gelbe Wand) ist klein, der Konflikt aber gross.

Das Ex-Migrol-Areal am Basler Klybeckquai wird in diesem Winter nicht öffentlich bespielt. Der für die Zwischennutzung zuständige Verein Shift Mode stellt den Betrieb nach Diskussionen um Lärm vorübergehend ein.

Zusammen mit den Patentinhabern der Gastrobetriebe auf dem Areal sei entschieden worden, im Winter keine Veranstaltungen für eine breite Öffentlichkeit durchzuführen, teilte Shift Mode am Donnerstag mit. Dazu geführt habe eine "verhindernde Haltung der Nachbarschaft" sowie der für Zwischennutzungen enge gesetzliche Spielraum.

Stattfinden sollen noch vereinzelte private Veranstaltungen, die bereits geplant waren, wie Vereinspräsident Tom Brunner auf Anfrage sagte. Verträge mit zwei Personen, die auf der Geschäftsstelle und für den Unterhalt des Areals tätig waren, will der Verein bis Ende Oktober kündigen. Verträge mit den Gastrobetrieben sollen indes weiterlaufen.

Rund um die Zwischennutzung auf dem Ex-Migrol-Areal war zuvor ein Rechtsstreit entbrannt. Eine Einsprache aus der Anwohnerschaft gegen ein Baugesuch für provisorische Gebäude ist beim Appellationsgericht hängig. Zudem gibt es Diskussionen um Musik-Veranstaltungen.

Das frei gewordene Areal am Klybeckquai war im Frühjahr 2014 von der Regierung an den Verein Shift Mode zur Zwischennutzung bis 2019 übertragen worden. Der Kanton Basel-Stadt hatte die Fläche 2013 im Baurecht übernommen.

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