ZwischenZeit
Unterstützung für das Basler Nachtleben: Nun können sich Veranstaltende und Kulturschaffende bewerben

Ab August sollen dank ZwischenZeit Basel mehrere Veranstaltungen in Basel stattfinden. Für das Projekt, das die von der Pandemie gebeutelte Szene unterstützen soll, steuert der Regierungsrat 190'00 Franken bei. Auftreten sollen Acts aus der Schweiz und dem Ausland.

Larissa Gassmann
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Bald sollen Baslerinnen und Basler wieder ausgelassen tanzen können, wie es früher der Fall war: Die Besucher 2017 am Beat on the Street Basel.

Bald sollen Baslerinnen und Basler wieder ausgelassen tanzen können, wie es früher der Fall war: Die Besucher 2017 am Beat on the Street Basel.

Martin Toengi

Mit den Lockerungen der Coronamassnahmen wird auch das Basler Nachtleben aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Dank ZwischenZeit Basel soll Konzert- und Clubveranstaltenden und regionalen Kunstschaffenden nun unter die Arme gegriffen werden. Ins Leben gerufen hat das Projekt der Verein Kultur & Gastronomie. Geplant ist es, im August, September und Oktober mehrere öffentliche Plätze mit Veranstaltungen zu bespielen. Wie der Verein mitteilt, können sich Interessierte ab sofort auf der Website bewerben.

In Frage kommen dafür lokale Betriebe – also Konzertlokale, Clubs und Bars aus dem Kanton Basel-Stadt – sowie frei- und selbstständig schaffende Veranstaltende mit starkem Bezug zur lokalen Szene. «Vor allem bevorzugt werden die Betriebe, die nicht in den Sommermonaten ihren Hauptumsatz erwirtschaften», wie der Verein auf seiner Website schreibt. Bewerbende müssen den ganzen Veranstaltungstag bespielen können, Bewerbungen einzelner Musikerinnen oder Bands werden zudem nicht berücksichtigt.

«Mit dieser Entscheidung setzt der Regierungsrat ein Zeichen»

Ziel des Projekts ist es, den Basler Kultur- und Veranstaltungsbetrieben eine Plattform zu bieten, um sich wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen und die Stadt gleichzeitig mit einem Angebot für den Spätsommer zu bereichern. So wird das Vorhaben auch mit einem Projektbeitrag in Höhe von 190'000 Franken vom Regierungsrat unterstützt, wie dieser Anfang Juni bekanntgab (die bz berichtete).

«Mit dieser Entscheidung setzt der Regierungsrat ein Zeichen und fördert aktiv die Nachtkultur, die ausgesprochen stark von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen ist», hiess es damals dazu. Der Projektbeitrag soll zur Koordination und Kommunikation der Veranstaltungen sowie zur Finanzierung der Infrastruktur eingesetzt werden.

Bevorzugt werden Bewerbungen, die sich durch Diversität auszeichnen

Auftreten sollen an den verschiedenen Veranstaltungen Bands, Solo-Acts und DJs aus der Schweiz und aus dem Ausland. Der Bezug zum Kanton Basel Stadt werde besonders berücksichtigt, so der Verein Kultur & Gastronomie. Mindestens ein Act soll regional sein. Bevorzugt werden zudem Bewerbungen von Acts, die sich auch durch ihre Diversität auszeichnen. Die Eintrittspreise sollen «moderat» sein. Stattfinden sollen die Anlässe auf dem Lysbüchel, der Kaserne, dem Marktplatz und im Horburgpark.

Zur Verfügung stehen dort unter anderem Toiletten, eine Bar mit Durchlaufkühler, Absperrungen für das Veranstaltungsgelände und Veranstaltungstechnik. Der Verein organisiert ausserdem die notwendigen Bewilligungen und stellt die übergreifende Kommunikation der ganzen Veranstaltungsreihe sicher.

Die Bewerber stellen derweil eigenes Technik-Personal während Auf- und Abbau sowie während der Veranstaltung. Sie sind zudem für die Kommunikation der einzelnen Veranstaltungen, die Sicherheit, das Ticketing, Booking und Bezahlung der auftretenden Künstlerinnen und Künstler verantwortlich.