Das neue Hochhaus mit Blickradius von Basel über den Hochrhein bis ins Birstal soll auf dem Spenglerpark-Areal entstehen, an der Schnittstelle vom Gewerbeareal Dreispitz und dem Wohngebiet der Agglomerationsgemeinde Münchenstein. Investorin ist die CSA Real Estate Switzerland (CSA RES), eine Gruppe der Credit Suisse Anlagestiftung.

Für den Bau des Hochhauses sind 100 Millionen Franken veranschlagt, wie Andreas Roth, Produktmanager der CSA RES, sagte. Dazu kommen Investitionen in der Höhe von 60 Millionen Franken für die Totalsanierung eines bestehenden Gäudekomplexes, in dem Büros und die Berufsfachschule Gesundheit Baselland untergebracht sind.

Giorgio Lüthy, Gemeindepräsident von Münchenstein, bezeichnete das geplante Hochhaus als "Meilenstein für die Gemeinde" und als "neues Wahrzeichen für den Kanton Baselland". Die 150 neuen Wohnungen mit zweieinhalb bis viereinhalb Zimmern entsprächen den Wachstumszielen, die sich die Gemeinde selber gesetzt hat. Bis 2030 will sie ihre Einwohnerzahl um 2000 auf 14'000 Personen erhöhen.

Elegant geschwungene Form

Das Hochhausprojekt nach Entwürfen des Architekten Harry Gugger fällt durch seine sich elegant in die Höhe schwingende Form auf. Von einem dreieckigen Grundriss ausgehend mutiert der Baukörper mit wachsender Höhe zum Rechteck.

Wie Gugger an der Medienorientierung erläuterte, geht die Form nicht auf eine gestalterischen Laune des Architekten zurück, sondern richte sich nach wirtschaftlichen und bautechnischen Grundlagen: Der dreieckige Grundriss ergebe sich aus der optimalen Ausnützung des Baugrunds; die rechteckige Form in der Höhe erleichtere die Einrichtung von Wohnungen.

Baubeginn in den Jahren 2021/2022

Am 3. Mai startet nun das vom Kanton vorgeschriebene einmonatige Quartierplanverfahren mit dem Aufruf zur öffentlichen Mitwirkung der Bevölkerung. Auf September 2019 ist die Gemeindeversammlung zum Quartierplan angesetzt, der dann vom Regierungsrat des Kantons genehmigt werden muss. Die Investoren rechnen mit einem Baubeginn in den Jahren 2021/2022 und einer Fertigstellung des Baus im Jahr 2024.

Dieser Zeitplan gilt indes nur ohne Referendum in der Gemeinde. Gemeindepräsident Lüthy zeigte sich aber optimistisch, dass das Projekt auf wenig Widerstand in der Bevölkerung stossen wird: "Als wir das Projekt 2017 erstmals vorstellten, stiess es auf viel Wohlwollen".