Eine einfache, aber handwerklich beeindruckend professionell umgesetzte Geschichte berührte die dreiköpfige Jury der 1. Arlesheimer Kurfilmtage ganz besonders: Der Film «Auch ein Mannzgöggel braucht einen Freund» vom elfjährigen Adrian Trachsel schaffte genau das und erhielt von den Juroren David Borter, Matthias von Gunten und Esther Keller den mit 1000 Franken dotierten Hauptpreis zugesprochen.

Protagonist des aufwendigen Stop-Motion-Films ist ein Drahtfigur, der «Mannzgöggel» eben. Dank der liebevollen Inszenierung des jungen Regisseurs wird dieser zu einem Wesen, das Gefühle ausdrücken kann. «Bei ihm hat alles überzeugt», sagte Jurypräsident Borter. Auch das sehr tiefe Alter des Filmemachers habe die Jury unisono überrascht.

Gelungene Premiere

Die von der Trotte-Kommission ins Leben gerufenen Arlesheimer Kurzfilmtage erlebten eine ausserordentlich geglückte Premiere. Die erste Ausgabe des Mini-Filmfestivals erhielt viel Zuspruch vom Publikum, das den Anlass in der Trotte am Wochenende in Scharen besuchte. Alleine am Freitag und Samstag waren rund 200 interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer verzeichnet worden.

Die von SRF-Mann Georg Halter souverän moderierte Prämierung der besten Eingaben fand dann am Sonntagmorgen im vollbesetzten Saal des Kulturhauses statt. Umso grösser also die Ehre der drei Preisträger, die im Anschluss an die Visionierung aller zehn eingegangenen Wettbewerbsbeiträge gekürt wurden.

Zweiter Jurypreis an Mauritius Reinitzer

Der Cheque über 500 Franken für den zweiten Jurypreis geht an Mauritius Reinitzer. In seinem Kurzfilm «Die Idee» thematisiert er die eigene Ideenlosigkeit. Die Kontemplation über die Tücken des kreativen Prozesses zwischen Ruhe und Rastlosigkeit hat er mit einer spannenden Bildsprache und passender musikalischer Untermalung zu einem ansprechenden Werk verdichtet.

Von starken Bildern lebt auch der Gewinner-Film des «Publikumspreises». Der ebenfalls mit 500 Franken dotierte Award geht an die Arlesheimer Breakdance-Gruppe abCrew. In ihrem Film «Access to the Beat» inszenieren sie ihr Können mit spektakulären Bildern, womit sie die Herzen - und Stimmen - des Publikums eroberten.