Kontrolle

287 Schulgebäude im Kanton sollen auf Radonspuren untersucht werden

Radonmessungen im einem verseuchten Keller

Radonmessungen im einem verseuchten Keller

In 54 Baselbieter Gemeinden sollen im kommenden Winter in zahlreichen Schulgebäuden, Kindergärten und Tagesstätten Radonmessungen durchgeführt werden. Diese Radonmessungen sind freiwillig und für die Gebäudeeigentümer kostenlos.

In 287 Schulgebäuden, Kindergärten und Tagesstätten in gemeindeigenen und privaten Institutionen sollen im kommenden Winter Radonmessungen durchgeführt werden, wie das Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion mitteilt.

Das Departement will damit sicher stellen, dass Kinder und Jugendlich nicht mit dem Krebs auslösenden Gas in Berührung kommen.
Dabei sollen die Radonwerte nicht nur in Räumen gemessen werden, in denen sich Kinder und Jugendlich besonders häufig aufhalten, sondern auch in jenen, in denen sie fast nie sind.

Die Radonmessung sei freiwillig und für die Gebäudeeigentümer kostenlos, so das VGD. Die Anfragen wurden in diesen Tagen an die entsprechenden Institutionen verschickt.

Sollten sich aufgrund der Messungen Sanierungsmassnahmen an Gebäuden aufdrängen, sind diese vom Besitzer vorzunehmen.

Radon ist ein natürliches radioaktives Gas. Dringt es in Gebäude ein und wird eingeatmet, kann es Lungenkrebs auslösen. Gewissheit, ob ein Gebäude belastet ist, bringt nur eine Messung. Radon kommt natürlich im Gestein des Untergrundes vor und gelangt über Poren, Kanäle, Verwerfungen, Schotter und Humus an die Oberfläche. Über nicht abgedichtete Gebäudeöffnungen,
und -durchbrüche, insbesondere Naturkeller, besteht die Gefahr, dass das Gas ins Hausinnere gelangen kann.

Vor allem in den Wintermonaten, während der Heizperiode, entsteht durch den Kamineffekt ein Sog in den Gebäudeuntergeschossen und so kann Radon aus dem Untergrund eingesogen werden. Deshalb werden in dieser Jahreszeit höhere Radonkonzentrationen in den Gebäuden gemessen als im Sommer. Da Radon von unten ins Gebäude eindringt, sind vor allem das unterste Stockwerk und deshalb vor allem Einfamilienhäuser betroffen. (rsn)

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