Öffentlicher Verkehr

37 Millionen für Tram-Doppelspur-Ausbau in Binningen

Spiesshöfli Binningen

Spiesshöfli Binningen

Für den Doppelspurausbau der Tramlinien 10/17 in Binningen beantragt die Baselbieter Regierung beim Landrat einen Kredit von 36,63 Millionen Franken. Der Engpass im Bereich Spiesshöfli soll bis 2024 beseitigt werden, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte.

Mit dem Projekt Spiesshöfli soll ein rund 350 Meter langer Einspurabschnitt in Binningen auf Doppelspur ausgebaut und damit ein risikobehafteter Flaschenhals aufgehoben werden. Dieser Abschnitt wird heute knapp alle zwei Minuten von einem Tram befahren.

Im Bereich Spiesshöfli befinden sich heute noch fünf ungesicherte, gefährliche und nicht gesetzeskonforme Bahnübergänge, wie es in der Mitteilung heisst. Von diesen sollen die drei privaten Übergänge aufgehoben und die zwei öffentlichen Fussgänger-Übergänge durch Ampeln und Barrieren abgesichert werden.

Teil des Projekts ist auch der Ausbau der Bottmingerstrasse zwischen Gorenmattkreuzung und Tramhaltestelle Binningen Schloss. Auf einer Länge von 500 Metern soll die Sicherheit im Verkehrsraum erhöht werden durch eine bessere Trennung von Schiene, Strasse und Trottoir.

Weil dies mehr Land beansprucht, muss der Kanton insgesamt zwölf Liegenschaften erwerben, die abgebrochen werden. Nach Auskunft der Bau- und Umweltschutzdirektion Baselland wurde mit den meisten Liegenschaftsbesitzern schon eine Einigung erzielt. Bei den übrigen seien Verhandlungen noch im Gang. Es gehe meist noch um den Preis.

Die Regierung geht davon, dass sich der Bund mit acht Millionen Franken aus dem Agglogerationsprogram am 37-Millionen-Projekt beteiligt. Die Gemeinde Binningen soll 225'000 Franken beisteuern.

Die Planungsauflage für das Vorhaben ist bereits erfolgt; derzeit laufen die Einigungsverhandlungen. Der Baubeginn ist für Anfang 2022 terminiert. In Betrieb genommen werden soll der Doppelspurabschnitt mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024

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