Baustelle

A 18-Vollanschluss: Spatenstich ist im Dezember

Am 9. Dezember beginnen die Arbeiten für den Vollanschluss an der A18. (Archivbild)

Das Tiefbauamt informiert die Aescher Bevölkerung vor Ort über den geplanten Verlauf der Arbeiten.

Auf der Grossbaustelle im Nordosten von Aesch tut sich etwas: Die ersten Vorbereitungsarbeiten für den A 18-Vollanschluss sind bereits in Gang gesetzt worden, und bald werden die Bagger auffahren – für den Ausbau der Werkleitungen und den Aushub. Ausserdem wird das kleine Wäldchen gerodet. Die dortige Liegenschaft bleibt hingegen bestehen.

«Der offizielle Spatenstich ist für den 9. Dezember geplant», sagte Axel Mühlemann, stellvertretender Leiter Geschäftsbereich Verkehrsinfrastruktur im Baselbieter Tiefbauamt, an einer öffentlichen Orientierungsversammlung in der Löhrenackerhalle. Damit seien die Bundesbeiträge gesichert, die einen Baustart vor 2020 zur Bedingung hätten.

Die Kostenplanung geht davon aus, dass der Bau zur Verbesserung des Verkehrs in der Agglomeration Basel den Bund 20 Millionen Franken und den Kanton 36 Millionen Franken kosten wird. Die Planung hatte vor über zehn Jahren ihren Lauf genommen und ist noch nicht zu Ende. Offen ist noch die Querverbindung nach Dornach, zeigte Mühlemann auf.

Ein Kreisel soll sämtlichen Verkehr aufnehmen

Gemäss Projekt wird der bestehende Halbanschluss mit einem zweispurig befahrbaren Kreisel zu einem Vollanschluss ausgebaut. Dieser ist unter der Brücke geplant und nimmt sämtliche Ein- und Ausfahrten von und zur A 18 auf. «Die neuen Ein- und Ausfahrtsrampen können geradlinig und parallel zur Linienführung der A 18 an den Kreisel angeschlossen werden», veranschaulichte Projektleiter Ralf Wassmer. Für die oberirdische Autobahn ist eine Brücke von 150 Metern Länge und 17 Metern Breite vorgesehen, inklusive Pannenstreifen.

Behörden versprechen Entlastung des Dorfs

Das erklärte Ziel ist die Verbesserung des Leistungsnetzes und die Entlastung des Dorfes Aesch vom Durchgangsverkehr. Denn sämtliche Verkehrsbeziehungen aus dem vorderen Birstal und dem Laufental sollen über den Vollanschluss Aesch erfolgen.

Gleichzeitig geht es um die Erschliessung des Entwicklungsgebietes Aesch Nord, aber auch um die Verbesserung des Grundwasserschutzes. So beinhaltet das Konzept Auffangbecken für das Oberflächenwasser. Kein Wasser könne unkontrolliert versickern. «Das Grundwasser wird permanent überwacht», erfuhren die Anwesenden von den Planern.

Diese versprachen, dass der Verkehrsfluss während der dreijährigen Bauzeit permanent gewährleistet sein werde. Es gebe nur wenige, auf Randzeiten beschränkte Sperrungen, sagte Wassmer. Sichergestellt werde dies mit einer provisorischen Fahrbahn und einer Hilfsbrücke. Die Installationen machen nun auch den ersten Teil der Bauarbeiten aus. Die Inbetriebnahme des Vollanschlusses ist im Verlaufe des Jahres 2023 geplant.

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