Laufen

Abgebranntes Areal in Laufen wird wieder aufgebaut

In zwei Jahren soll das Industriegebiet wieder stehen. Die Polizei ist optimistisch, die Brandursache bald zu kennen.

Momentan gleicht das am vergangenen Freitag abgebrannte Areal in Laufen noch einem Katastrophengebiet. Wenn es nach den Eigentümern des Industriegebietes an der Wahlenstrasse geht, soll sich dies bald ändern. Ziel ist es, die rund 20000 Quadratmeter grosse Fläche, die beim Grossbrand zerstört wurde, wieder aufzubauen.

«Wir rechnen damit, dass in voraussichtlich zwei Jahren das Gebiet wieder steht», sagt Stefan Wolf, Geschäftsführer der Basler Abendrot Immobilien AG. Der Stiftung gehört seit 2017 das Areal, das einst der Keramik Laufen AG als Produktionsstätte diente. Am Konzept soll sich nach heutigem Stand nichts ändern. «Auch künftig soll das Gelände mischgenutzt werden», erklärt Wolf. Neben Gewerbebetrieben waren auf dem verschachtelten Areal auch Künstlerateliers untergebracht.

Knapp die Hälfte des Areals ist niedergebrannt

Von der Gesamtfläche des Gebietes war knapp die Hälfte vom Brand betroffen: «Das gesamte Areal ist 50000 Quadratmeter gross. Niedergebrannt sind 20000 Quadratmeter», sagt Stefan Wolf. «Wir sind derzeit daran, zu eruieren, wie viele Mietparteien durch das Feuer ihre Räumlichkeiten verloren haben. Gemäss aktuellem Stand sind von den insgesamt 85 Hauptmietern deren 25 vom Brand direkt betroffen.»

Hinzu kämen einige Mieterinnen und Mieter, welche sich in einem Untermietverhältnis befanden. Die unversehrten Teile des Gebietes sollen nicht abgebrochen werden. Zusammen mit dem Gewerbeverein KMU Laufental vermittle man den obdachlos gewordenen Mietern neue Räumlichkeiten. Die Stiftung Abendrot habe jedoch selber keine anderen Liegenschaften im Laufental.

Drohnenbilder führten zum Ausbruchsort

Die Ermittlungen der Baselbieter Polizei auf dem abgebrannten Gelände laufen derweil weiter. «Wir konnten den Ausbruchsort des Brandes eingrenzen. Dies gelang uns aufgrund von Untersuchungen vor Ort und Drohnenaufnahmen des Areals», sagt Roland Walter, Mediensprecher der Baselbieter Polizei. Das Feuer sei rechterhand auf dem Areal ausgebrochen. Dort seien die Schäden am grössten. «Wir sind zuversichtlich, dass wir in wenigen Wochen die Brandursache kennen. Wir sehen Licht am Ende des Tunnels.»

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