Erneut war Bumann, der Restauranttester bekannt aus dem TV, im Baselbiet unterwegs. Diesmal im Bistro Adventura in Frenkendorf. Bei seiner Inspektion im März entdeckte Daniel Bumann sofort, dass das Konzept des Bistros nicht funktionieren kann: «Das Angebot ist zu gross. Die fünf verschiedenen Currys führen dazu, dass zu viel entsorgt werden muss.» Ein weiterer Dorn im Auge war ihm das Mobiliar: «Wir haben das Bistro aufgeräumt und die Einrichtung durch eine pfiffigere, modernere Ausstattung ersetzt.»

Herzenswunsch ging in Erfüllung

Vor rund 30 Jahren starteten Rita Zimmermann und Agnes Brühlmann mit dem Tierparadies Adventura in Liestal. Nur wenige Jahre später erweiterten sie ihr Geschäft mit Outdoor-Bekleidung, um nicht nur die Tiere auszustatten, sondern auch die Hundehalter. Es entstand zusätzlich Adventura Sports. Und als vor sechs Jahren das Geschäft von der Hammerstrasse in Liestal ins neue Bahnhofsgebäude in Frenkendorf zügelte, ergänzten sie das Geschäft mit dem Adventura Bistro.

«Mit diesem Bistro ging mein Herzenswunsch in Erfüllung», sagt Zimmermann. Sie backe für ihr Leben gern und könne so ihrer Leidenschaft nachgehen. Doch das Bistro laufe nicht ganz wie erhofft. Dies könne an der mangelhaften Online-Präsenz liegen, aber auch am ständigen Wechsel der Köchinnen.

Um das Bistro bekannter zu machen und mehr Gäste anzuziehen, wendeten sich die Frauen an Bumann. Sie kannten ihn aus dem Fernsehen und dachten sofort an ihr Bistro. Und tatsächlich nahm Bumann ihre Anfrage an und bot ihnen seine, wie stets von TV-Kameras begleitete, Unterstützung an.

Die bz war anfangs Mai beim Wiederbesuch von Bumann dabei und sprach mit Rita Zimmermann: «Wir haben Daniel Bumann ganz natürlich erlebt. Wir dachten immer, im Fernsehen sei vieles gestellt, doch das Ganze lief total authentisch ab.» Mehr dazu erfährt man Ende August auf «3+», wenn die Folge ausgestrahlt wird.

Nachbar stört sich an Essensgeruch

Doch jetzt stellt sich heraus, dass es um das Bistro noch viel schlimmer steht als vor Bumanns Intervention. Als die bz Zimmermann diesen Montag nochmals kontaktierte, erzählt die Wirtin, dass das Bistro ab sofort nur noch kalte Küche anbieten dürfe. Der Inhaber eines benachbarten Geschäfts habe sich am Geruch des Essens gestört.

Bereits vor einem Jahr führte dies dazu, dass die Gerichte ausser Haus gekocht werden mussten. Doch nun ärgere sich der Nachbar aufs Neue, weil es immer noch nach Essen riecht. Er habe bei der Hausverwaltung interveniert, die ihm recht gab, erzählt Zimmermann. Sie bedauert diese Entwicklung sehr, lässt den Kopf aber nicht hängen: «Wir werden dafür das Kaffee- und Kuchensortiment ausbauen und das Salatangebot vergrössern.»