Beim Blick auf den Ferienkalender werden sich viele Eltern in Basel-Stadt und Baselland die Augen gerieben haben: In diesem Jahr beginnen die Sommerferien am 5. Juli.
Über Jahrzehnte hinweg war der «Bündelitag» traditionellerweise am letzten Wochenende im Juni angesetzt; seit dem vergangenen Jahr ist die Regelung flexibler: Fällt das Juni-Ende nicht auf ein Wochenende, werden die Ferien nach hinten verschoben - so geschehen in diesem Jahr.

GLP-Landrat Hans Furer ist nicht glücklich über die Verschiebung. Der Anwalt aus Bottmingen wird heute einen Vorstoss einreichen, in dem er vom Baselbieter Regierungsrat unter anderem wissen will, welches denn die Vorteile des variablen Ferienbeginns seien.

Für Furer hat der spätere Ferienbeginn fast nur Nachteile, wie er auf Anfrage ausführt: «Die Planungssicherheit ist verloren gegangen. Bisher stand der Ferienbeginn fest. Nun ist diese Praxis aufgeweicht worden.» Ausserdem habe ein späterer Sommerferien-Beginn auch aus Konsumentensicht etliche Nachteile, ist Furer überzeugt: «Viele Familien schätzen den frühen Ferienbeginn, da er noch vor der Hauptsaison lag. Wir konnten preislich, terminlich und organisatorisch profitieren.»

Weiter bemängelt Furer, dass mit den Sommer- auch die Herbstferien später begännen. Dabei würden gerade diese als Reisezeit immer beliebter - und sollten deshalb möglichst noch im milden September stattfinden.

Auch Vorstoss in Basel-Stadt

Die Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion Baselland hat die Feriendaten im vergangenen Jahr bis zum 2017 festgelegt, in Kooperation mit dem Erziehungsrat Basel-Stadt. Bereits am 14. Mai hatte GLP-Grossrätin Katja Christ einen ähnlich lautenden Vorstoss im Basler Grossen Rat eingereicht.

Furer und Christ haben ihre Vorstösse miteinander abgesprochen. Denn eines solle auf jeden Fall gleich bleiben wie bisher: dieselben Feriendaten in Basel-Stadt und Baselland.