Allschwil

Allschwiler Corona-Hilfspaket erhält grünes Licht: Halbe Million für KMU, Private und Familien.

Expo-Atmosphäre in Allschwil: Der Einwohnerrat tagte zwar wie gewohnt in der Aula Gartenhof, jedoch wurden die Tische mit grösserem Abstand voneinander platziert. n der Corona-Epidemie mussten die Sitze in viel grösserem Abstand als üblich angeordnet werden.

Expo-Atmosphäre in Allschwil: Der Einwohnerrat tagte zwar wie gewohnt in der Aula Gartenhof, jedoch wurden die Tische mit grösserem Abstand voneinander platziert. n der Corona-Epidemie mussten die Sitze in viel grösserem Abstand als üblich angeordnet werden.

Eine halbe Million Franken soll an Lockdown-Betroffene fliessen – das hat der Allschwiler Einwohnerrat entschieden. Bei der Beratung des Geschäfts gab es jedoch auch Kritik: Die Hilfen förderten die Vollkasko-Mentalität.

Allschwilerinnen und Allschwiler, die wegen des Corona-Lockdowns in finanzielle Engpässe geraten sind, dürfen auf Unterstützung der Gemeinde hoffen. Die Gemeinde stellt bis zu einer halben Million Franken zur Verfügung, um Firmen, Privatpersonen und Familien unter die Arme zu greifen.

Der Gemeinderat machte das Hilfspakete am 27. April öffentlich. Der Einwohnerrat genehmigte die Beträge an seiner Sitzung am Mittwochabend. Damit kann der Gemeinderat sich an die Umsetzung machen.

Die A-fonds-perdu-Beiträge sollen all jenen zu Gute kommen, die keinen Anspruch auf die Unterstützungsleistungen geltend machen können, die Bund und Kanton bereits gesprochen haben.

GLP-Vertreter: Beiträge nicht verhältnismässig

Das Geld wird laut Vorlage wie folgt aufgeteilt: 300000 Franken werden KMU und Selbstständigerwerbenden ausgezahlt. Mit einem Nothilfefonds in der Höhe von 100000 Franken dürfen Privatpersonen rechnen. Nochmals 100000 Franken sind für bedürftige Familien gedacht. Die halbe Million versteht sich laut Vorlage als maximal möglicher Betrag. Er muss nicht voll ausgeschöpft werden.

Zwar stellten sich fast alle Fraktionen geschlossen hinter die Hilfsgelder. Als einziger mit Nein stimmte Matthias Häuptli. Der GLP-Vertreter sagte, er habe den Eindruck, man wolle «panikmässig» Unterstützung sprechen, die Beiträge seien in der Summe nicht mehr verhältnismässig. Es gebe auch ein unternehmerisches Risiko, und es gebe KMU, die Geld auf die Seite gelegt hätten, genau für solche Fälle. Solche Hilfspakete stärkten die Vollkaskomentalität.

Krise kostet Allschwil schon über 1,6 Millionen Franken

Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli (FDP) entgegnete: «Wir wollen ebenfalls nicht eine Vollkaskomentalität fördern. Aber wir befinden uns immer noch in einer Krisensituation. Da bin ich überzeugt, dass wir als Gemeinde auch etwas leisten sollen.»

Neben der halben Million Soforthilfen kostet die Coronakrise die Gemeinde noch mehr Geld. Der Gemeinderat listete Ausfälle in der Höhe von weiteren 1,1 Millionen Franken auf. Hinzu kämen Steuerausfälle und steigende Sozialhilfeausgaben.

Andere Gemeinden haben ebenfalls Hilfspakete geschnürt. Binningen etwa stellt Gewerbe und Privaten je 100'000 Franken in Aussicht; Biel-Benken sprach 30'000 Franken für KMU und Selbstständigerwerbende.

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