Lichtverschmutzung

Allschwiler SP kämpft gegen zuviel Hell

Lichtverschmutzung: Aprilhimmel über der Region Zürich, gegen 22 Uhr.

Lichtverschmutzung: Aprilhimmel über der Region Zürich, gegen 22 Uhr.

Die SP Allschwil will mit einer Volksinitiative auf dem Gemeindebann für sinnvolle Beleuchtung sorgen: Vor allem Lichtemissionen nach oben hätten keinerlei Nutzen für den Menschen, sondern schadeten nur der Natur.

«Grosse Lichtquellen im öffentlichen Raum erhellen zwar den Nachthimmel künstlich, haben aber oft keinen wirklichen Nutzen», findet die SP Allschwil. Deshalb hat sie heute eine Volksinitiative eingereicht, um die Nutzung des Lichtes ökonomisch und ökologisch zu optimieren.

Die Gemeinde Allschwil soll nach dem Willen dieser Initiative «ein Reglement zur Verminderung der nächtlichen Lichtverschmutzung durch künstliche Lichtquellen auf dem Gemeindebann» erstellen. Insbesondere geht es der SP um «die Einschränkung der Beleuchtung von Gebäuden von aussen, von Schaufenstern und äusseren Beleuchtungsvorrichtungen sowie den Gebrauch von Skybeamern, Laserscheinwerfern und ähnlichen himmelwärts gerichteten Lichtquellen».

Lichtverschmutzung wird zunehmen

Laut SP Allschwil schätzen Experten eine schweizweite Zunahme des Licht-Smogs Jahr für Jahr um sechs bis neun Prozent. Der Verschwendung entgegenzuarbeiten, ohne die Siedlungen ins Dunkel zu tauchen, sei dabei relativ einfach: Alles Licht, das in den oberen Halbraum dringt, ist laut SP vergeudet. Eine simple Abschirmung, horizontal in der Leuchtenmitte, löse das Problem.

Auch die Gebäudebeleuchtung biete reichlich Sparpotential. Fraglich ist für die SP ausserdem, ob das stete Aufrüsten von Leuchtreklamen tatsächlich mehr Aufmerksamkeit erzeuge. Die SP Allschwil ist deshalb überzeugt, dass die Gemeinde in Kürze ein sinnvolles und notwendiges Reglement zur Verfügung haben werde, um einen wertvollen Beitrag zum allgemeinen Wohl von Menschen und Tieren zu leisten. (bob)

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