Liestal

Am Skirennen vor dem Liestaler Törli herrschte beinahe Weltcup-Stimmung

Schneetreiben, tiefe Temperaturen, Werbebanden, prominente Gäste. Es herrschte perfektes Wetter für den speziellen Event. Selbst die eigens angereisten Olympiasieger waren begeistert.

An der Burgstrasse in Liestal lagen am Samstagvormittag rund 70 Kubikmeter Schnee, Eisabrieb der Kunsteisbahnen von Laufen und Rheinfelden. Der Skiclub Reigoldswil präparierte damit die Piste, in die blaue und rote Stangen gesteckt wurden. Vor dem Startschuss kurz nach 13 Uhr dankte Moderatorin Gesa Gaiser «Petrus, dass er uns ideales Wetter für das Rennen geschickt hat.»

Kleine Schanze als Herausforderung

Gut 70 Kinder aus dem ganzen Baselbiet nahmen am Skirennen vor dem Törli von Liestal teil. Die Rennstrecke war 50 Meter lang, als Schikane war eine kleine Schanze eingebaut; und zu überwinden gab es einen Höhenunterschied von zehn, zwölf Metern. Aus den Teilnehmenden sollten am Ende fünfzig Kinder ausgelost werden, die im kommenden Januar am 73. Schweizerischen Jugendskilager (Juskila) in der Lenk teilnehmen können, zusammen mit weiteren 550 Kindern aus der übrigen Schweiz.

Der Kanton Baselland hat zum ersten Mal das Patronat für das Juskila übernommen. Und so zeigte sich Sportdirektor Urs Wüthrich erfreut, den Organisatoren einen Check von 10000 Franken übergeben zu können. Die Kinder interessierte dieser Check wohl kaum. Sie fieberten der Verlosung entgegen. Diese nahmen Spitzensportler vor: Gian Simmen (Snowboard-Olympiasieger), Evelyne Leu (Aerials-Olympiasiegerin) und Mario Dolder, Mitglied des A-Kaders der Biathleten. Die drei Sportler standen danach auch für eine Autogrammstunde bereit.

Eifrig stapften die jungen Sportler auf ihren Skiern im V-Schritt am Pistenrand hoch. Angefeuert von den Zaungästen und der Moderatorin Gesa Gaiser kam so etwas wie Weltcup-Stimmung auf. Immer wieder klopften Freiwillige mit Schaufeln die Piste flach. Denn alle Kinder sollten unter regulären Bedingungen starten können.

Sieger unter acht Sekunden

Hoch konzentriert standen sie dann am Start, als ob es darum ginge, Weltcup-Punkte zu erobern. Bei den Knaben gewann Dominik Deflorin in 7,87 Sekunden, bei den Mädchen Viviane Vogt in 9,07 Sekunden. Aber auch der Ausgang des Rennens interessierte kaum. Denn die Kinder dachten weiterhin nur an eines: die Auslosung. Neben zwei Langläufern können 11 Alpin-Skifahrerinnen, 16 Alpin-Skifahrer sowie 9 Snowboarderinnen und 12 Snowboarder am Lager teilnehmen. Das Losglück war, zumindest in geografischer Hinsicht, gerecht: Aus allen Bezirken kamen 13- bis 14-jährige Sportler zum Zuge.

Zwei Buben verfolgten gespannt die Auslosung. Dem einen war bereits das Losglück beschieden, während der andere hoffte – und zweifelte. «Du musst nur positiv denken, sonst machst du alles kaputt», ermunterte ihn sein Freund. Beide waren dann untröstlich, als der ersehnte Name dann doch nicht genannt wurde.

Schneeberger wünschte viel Spass

Als Mitglied des SC Reigoldswil freute sich die Thürner FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger, zum Schluss des Anlasses einige Worte an die jungen Sportlerinnen und Sportler richten zu können. Sie wünschte den Kindern viel Spass an der Sache, Kameradschaft und neue Freundschaften.

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