Herr Fankhauser, die Migros baut im Birsfelder Hafen einen Mastbetrieb für Egli – genau dort, wo «B-Port», Ihre Vision für den Hafen, eine Konzerthalle vorsieht. Was sagen Sie zum Vorhaben?

Hans-Jörg Fankhauser: Ich habe mich gefreut, als ich davon erfahren habe.

Gefreut? Das müssen Sie erklären!

Die Fischzucht kommt ja in die ehemaligen Jowa-Grossbäckerei. Ich bin froh, wenn dieses Gebäude genutzt wird und nicht leer steht.

Aber die Baurechtsverträge wurden bis 2040 verlängert – das attraktive Gelände ist neu für mehr als zwei Jahrzehnte belegt.

Wenn die Migros bekannt gegeben hätte, dass sie dort ganz neue Gebäude und Anlagen plant, dann hätte ich schon leer geschluckt. Dann wäre das Areal tatsächlich für längere Zeit belegt.

Aber so können die Planungen weiter gehen. Man muss beachten: Die Transformation des Gebiets braucht viel Zeit. Die bz hat geschrieben, die Vision für den Hafen sei wegen der Baurechtsverlängerung zurück auf Feld eins. Das stimmt – wir sind auf Feld eins, aber wir haben erst damit begonnen, die Vision «B-Port» umzusetzen.

In Basel-Stadt geht es viel schneller vorwärts. Auf der Klybeckinsel hat der Hafen riesige Flächen geräumt. Die Stadt kann ein neues Quartier planen.

Die Ausgangslage ist nicht eins-zu-eins vergleichbar. In Basel gibt es mit dem Hafenbecken 3 Ersatz für Hafennutzungen. In Birsfelden sind die Tanklager eine Knacknuss. Genau dort, wo sie stehen, sehen wir ein neues Hafenbecken vor, sie müssen also weg. Wir planen ja beides mit der Vision «B-Port»: Im Süden den modernsten aller Rheinhäfen, in der nördlichen Hälfte das angesagteste Wohnquartier der Region.

Was sind die nächsten Schritte?

Die Absichtserklärung, die alle beteiligten Parteien unterschrieben haben, gilt nach wie vor. Als Nächstes wird die Machbarkeitsstudie durchgeführt, um die Tanklager aus dem Hafen Birsfelden in den Auhafen zu transferieren. Diese Resultate dienen dann dafür, den benötigten Zeitrahmen für die gesamte Arealentwicklung zu bestimmen.