Arlesheim

Arlesheimer Hobbyfotograf überragt mit seiner Waldohreule alle

Der 18-jährige Arlesheimer Flurin Leugger gewinnt den Fotowettbewerb 2013 der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Sein Waldohreule überzeugte die Jury am meisten. Mit dem Preisgeld will er sich nun ein neues Objektiv kaufen, um weiter zu kommen.

Er verbrachte Stunden in der Nähe eines Baumes und knipste über mehrere Woche unzählige Fotos einer Waldohreule, um zu einem guten Foto zu gelangen. Dieses Foto liess ihn schliesslich zum Sieger werden. Der 18-jährige Hobbyfotograf Flurin Leugger gewann den Fotowettbewerb 2013 der Schweizerischen Vogelwarte Sempach.

Flurin Leugger findet es faszinierend, Vögel zu fotografieren. Besonders gerne mag er Eulen und Greifvögel. Den Baum mit mehreren Waldohreulen entdeckte er in der Nähe seines Wohnortes in Arlesheim. Eine der Eulen wurde an einem Nachmittag wach und öffnete die Augen. Diesen Moment nutzte Leugger und drückte ab.

Ein Blick auf das Foto der Waldohreule verrät uns: Leugger hat nicht nur besonders gern Eulen – er kann auch ziemlich gut fotografieren.

Leugger sticht Profis aus

Als er die Ausschreibung der Vogelwarte Sempach sah, bewarb er sich sofort mit seinem besten Bild seines Foto-Modells. Vergangene Woche erhielt er nun die gute Nachricht: Leuggers Foto überragte alle andern. Damit hat er nicht gerechnet; er sagt er sei sehr überrascht gewesen: «Ich wusste, dass an dem Wettbewerb auch Profifotografen mitmachen. Die Anerkennung meines Bildes durch die Fachjury hat mich enorm gefreut. Nun bin ich noch mehr motiviert, um weiter zu machen.»

Kauft neues Objektiv

Als erstes will er sich nun ein neues Objektiv kaufen, um bei seinem Hobby weiter zu kommen: Mit dem neuen Objektiv möchte er Naturlandschaften fotografieren. Bisher hat er sich vor allem darauf konzentriert, Vögel, Säugetiere und Reptilien in ihrem Lebensraum mit speziellen Lichtverhältnissen vor die Linse zu kriegen.

Er sei ein Perfektionist, sagte Leugger: «Wenn ich ein Foto schiesse, finde ich es super, aber gleichzeitig will ich doch noch ein besseres knipsen.» Mit dem Fotografieren hat Leugger vor drei Jahren begonnen. Dabei wurde aus Spass Leidenschaft. Seither verbringt er den grössten Teil seiner Freizeit in der Natur und experimentiert mit verschiedenen Lichtverhältnissen, um seinen eigenen Stil zu finden.

Die Liebe zur Natur hat Leugger nicht gestohlen: Sein Vater, Urs Leugger-Eggimann, ist Biologe und seit letzten Herbst Zentralsekretär von Pro Natura Schweiz.

In den Fussstapfen seines Vaters

Wie es aussieht, wird nun der Sohn in seine Fussstapfen treten, denn der Junior ist genauso fasziniert von der Natur wie der Senior. Flurin Leugger sagt: «Nach dem Gymnasium absolviere ich den Zivildienst, und danach möchte ich Umweltwissenschaft studieren.»

Wettbewerb soll sensibilisieren

Für den Wettbewerb der Vogelwarte Sempach schickten rund 400 Fotografen aus diversen Ländern beinahe 2800 Vogelfotos ein. Hintergrund des Wettbewerbs ist, dass die Vogelwarte die Bevölkerung für die Vögel begeistern und für den Vogelschutz sensibilisieren will.

Leugger hat uns mit seinem Sieg beim Wettbewerb klar gemacht: Die Schönheit der Natur ist uns oft sehr nahe – man muss sich nur danach umsehen.

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