Asylzentrum Feldreben

Asylbewerber können neu sechs Wochen in Muttenz bleiben

Die Asylsuchenden können ab Oktober sechs Wochen im Bundesasylzentrum Feldreben in Muttenz bleiben

Die Asylsuchenden können ab Oktober sechs Wochen im Bundesasylzentrum Feldreben in Muttenz bleiben

Der Muttenzer Gemeinderat hat entschieden, die Aufenthaltsdauer für Asylbewerber im Bundesasylzentrum Feldreben zu verdoppeln.

Bis anhin betrug die vertraglich mit der Gemeinde Muttenz festgelegte Aufenthaltsdauer für Asylsuchende im Bundesasylzentrum Feldreben drei Wochen. Die Erfahrung der vergangenen Monate zeigt jedoch, dass diese Zeitspanne teilweise nicht für das Registrierungsverfahren und die Zuteilung der Bewohner auf die Kantone ausreicht.

Um den Vertrag mit Muttenz einhalten zu können, hätten Asylsuchende deshalb für wenige Tage ins Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel umquartiert werden müssen. «Da das Bundesasylzentrum von vielen Familien mit Kindern bewohnt wird, ist dieser kurzfristige Umzug für die Asylsuchenden besonders belastend», schreibt der Muttenzer Gemeinderat in einer Mitteilung. Auf Anfrage des Ökumenischen Seelsorgedienstes für Asylsuchende in der Region Basel und des Roundtable der Kirchen Muttenz und Pratteln habe man die Aufenthaltsdauer überprüft, heisst es. Der Gemeinderat von Muttenz hat beschlossen, dem Staatssekretariat für Migration ab 1. Oktober zu ermöglichen, die Aufenthaltsdauer auf durchschnittlich sechs Wochen zu erhöhen. Voraussetzung dafür sei, dass die Belegung nicht mehr als 350 Personen betrage.

Zentrum bietet Platz für 900 Personen

In der Vergangenheit ist diese Zahl nicht einmal annähernd erreicht worden. Als das Zentrum im letzten November seinen Betrieb aufnahm, lebten dort 24 Asylsuchende. Ende Juni waren 109 Bewohnerinnen und Bewohner untergebracht. Auf dem Feldreben-Areal könnten insgesamt 500 Asylsuchende beherbergt werden. In einer Notlage wäre es sogar möglich, diese Zahl auf 900 Personen erhöhen.

Der Betrieb des Bundesasylzentrums Feldreben ist – daran ändert der Entscheid des Muttenzer Gemeinderats nichts – bis November 2018 befristet. Im Zentrum werden Asylsuchende registriert und erste Gesundheits- sowie Identitätsabklärungen vorgenommen. Ausserdem befragen die Mitarbeiter die Asylsuchenden erstmals zum Reiseweg und den Asylgründen. Für den Betrieb des Bundesasylzentrums ist der Bund zuständig. 

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