1. August

Ausschlafen nach der Bundesfeier ist beliebt

Steigen die Feuerwerke bereits am 31. Juli, liegt anderntags Ausschlafen drin.

Steigen die Feuerwerke bereits am 31. Juli, liegt anderntags Ausschlafen drin.

Die Baselbieter Gemeinden, die den Nationalfeiertag offiziell bereits am 31. Juli feiern, haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Wegen des Nationalfeiertags steht uns ein verlängertes Wochenende bevor. Doch wer den Geburtstag der Schweiz am Abend des 1. Augusts ausgiebig und bis in alle Nacht feiern will, nimmt in Kauf, am 2. August verschlafen zur Arbeit zu erscheinen. Da kann man sich glücklich schätzen, wenn man in einer der Baselbieter Gemeinden lebt, in denen die Feier bereits am Abend des 31. Juli stattfindet.

«Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es ein tolles Fest gibt, wenn man am nächsten Tag freihat», sagt der Laufner Stadtpräsident Alex Imhof. Im Laufentaler Bezirkshauptort wurde die Bundesfeier vor einigen Jahrzehnten vorgeschoben. Nimmt man die Anzahl privater Raketen, die am 1. August abgefeuert werden, so dauert der Nationalfeiertag in Laufen sogar zwei Tage.

Auch in Muttenz möchte man nicht zurück zum alten Datum. «Wir wären gar nicht einverstanden damit», sagt Charles Keller, Präsident des Verkehrsvereins. «Es kommen viele Familien, und die bleiben auch länger.» Gefeiert wird in Muttenz bis 1 Uhr nachts, in Pratteln bis 2 Uhr, an der Bar sogar noch länger. Danach packen die Helfer an und räumen das Festgelände ab. «Das sind alles Freiwillige», sagt Peter Friedli, Vizepräsident des Verschönerungsvereins, der die Prattler Bundesfeier organisiert. «Es wäre schwierig, Leute zu finden, wenn sie am nächsten Tag arbeiten müssten.»

Zwei Feuerwerke geniessen

In Allschwil fand der Wechsel vor über zehn Jahren statt – weniger, weil man dann ausschlafen kann, wie Rolf Konrad, Sprecher der für die Feier verantwortlichen Wildviertel-Clique, erklärt. Die Feier finde nämlich auf der Läubern statt, hoch über Allschwil und mit Blick auf Basel. Um 22.40 Uhr geht das Feuerwerk los, und danach richten sich die Blicke auf das Feuerwerk in der Stadt Basel, das um 23 Uhr beginnt. «Wir profitieren von der optimalen Lage mit Ausblick», sagt Konrad.

Ebenfalls den Termin des Fests auf die Stadt ausgerichtet hat Birsfelden – allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Das traditionelle Fest auf der Kraftwerkinsel findet seit je am 1. August statt. Eine Vorverschiebung war laut Gemeindepräsident Christof Hiltmann nie ein Thema. «Wir sind in Birsfelden so stadtnah, dass man auch in die Stadt gehen will, um den 1. August zu feiern», sagt er. Die Stadt sei eine grosse Konkurrenz, aber gleichzeitig würden es viele schätzen, dass auch in Birsfelden etwas stattfinde. «Daher wollen wir auf absehbare Zeit nichts am Datum unseres Festes ändern.»

Feiern darf man auf der Rheininsel bis um 1 Uhr nachts. Unabhängig davon, ob am nächsten Tag ein Werktag ist: Ob die Leute so lange blieben, hänge vor allem davon ab, wie das Wetter sei, hat Hiltmann festgestellt.

Nur bis Mitternacht gefestet wird in Aesch – zumindest, wenn der 2. August ein Werktag ist. Denn die Feier findet immer am 1. August statt. «Wir ziehen dann das Programm zeitlich nicht all zu weit hinaus», sagt Bruno Theiler, Meister der Zunft zu Wein- und Herbergsleuten, die im Winzerdorf die Bundesfeier auf die Beine stellt. Die Leute würden auch wirklich bis Mitternacht bleiben, hat er festgestellt. «Wir Aescher festen eben gern.»

Einen Kompromiss hat man in Schönenbuch gefunden. Dort feiert man den patriotischen Tag zwar am 1. August. Trotzdem muss am nächsten Morgen niemand unausgeschlafen zur Arbeit. Es gibt nämlich einen 1.-August-Brunch auf dem Bauernhof. Buffet-Eröffnung ist um neun Uhr morgens.

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