Legomuseum

Back To The Future: Dieses Lego-Museum inspiriert für zu Hause

Das Binninger Lego-Museum regt die Kreativität für eigene Bauwerke an.

Ein Vater sitzt über sein Legohaus gebeugt am Werk. Sein Sohn sucht nach geeigneten Teilen – oder gönnt sich eine mentale Pause. Derweil bewundern andere Gäste die riesigen Legobauten, zwei Kinder fahren mit ferngesteuerten Autos durch den Parcours. «Lego ist etwas Generationenverbindendes», sagt Museumsleiter Christian Velhagen. Vor rund zwei Jahren eröffnete er das Lego-Museum Lebrickgo in Binningen.

Das Zielpublikum ist vielfältig. Es sei stets seine Aufgabe, mit dem Angebot den Spagat zwischen leidenschaftlichen Sammlern und spielbegeisterten Kindern zu schaffen. Aber Velhagen freut sich über all seine Gäste: «Ich mag einfach den Kontakt zu anderen Menschen.» Auch bezüglich der Nationalität seien die Besucher quer durchmischt. Erst am Vortag seien zwei Mexikaner vor der Weiterreise nach Bern direkt vom Zürcher Flughafen samt Gepäck ins Museum gekommen. Kein Wunder: Nur drei stationäre Lego-Museen gebe es in Europa.

Dem Zielpublikum entsprechend ist im Lebrickgo auch für jeden was dabei. Neben historischen Nacherzählungen der Legogeschichte und architektonisch interessanten Nachbauten steht die Fehlersuche im Zentrum. In einige Kunstwerke hat Velhagen nämlich bewusst kleine Fehler eingebaut, die vor allem die Kleinsten zu spannender Suche und genauer Betrachtung motivieren sollen: «Kinder sollen Museen als etwas Positives erleben und in Erinnerung behalten», so Velhagen.

Der Expertentipp: Mit Lego eine Konversation ins Rollen bringen

Welches der vielen Modelle sein liebstes ist, kann der Museumsleiter nicht sagen: «Jedes hat seine eigene Geschichte.» Er spricht vor allem auch den Entstehungsprozess an. Während er über manche Bausätze regelrecht glücklich gestolpert sei, habe er bei anderen lange Zeit suchen müssen, um die benötigten Teile zu finden. Der grösste Markt bestehe nicht im blossen Zusammenbauen von Legomodellen. Viel grösser sei der Handel mit den von Fans designten Bausätzen. Die Anleitungen kann man im Internet erwerben, die benötigten Teile muss man dann aber abenteuerlich zusammensammeln. Und das kann sehr schwer und kostspielig sein: Velhagen zeigt als Beispiel ein etwa erbsengrosses Bauteil, das aufgrund seiner Seltenheit rund 50 Franken kostet.

Neben dem Sammel-Abenteuer faszinieren den Museumsleiter auch die schier unbegrenzten Möglichkeiten. So könne ein einziges Teil für die verschiedensten Projekte benutzt werden und Kinder seien dabei oftmals am kreativsten: «Die können mit nur sechs Teilen schon ein Flugzeug bauen», so Velhagen. Zum Schluss gibt er noch einen Eisbrecher-Tipp für harzige Gespräche – einfach die bunten Spielsteine ansprechen: «Jeder kann etwas Persönliches über Lego erzählen!»

 

Lebrickgo – Legomuseum

Oberwilerstrasse 20, Binningen

Mittwoch / Freitag, 13.30 – 18.30 Uhr

Samstag / Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr

Während den Schulferien: Dienstag – Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr

www.lebrickgo.ch

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