Das Kloster Mariastein hat seit Jahren mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Die Zahl der in der Wallfahrtsgemeinde im Schwarzbubenland lebenden Benediktiner wird konstant kleiner. Aktuell sind es noch 17 Mönche, die der Gemeinschaft anhören.

Den Klosterverantwortlichen ist seit langer Zeit klar, dass es so nicht weitergehen kann. «Wir Benediktinermönche wollen weiterhin in Mariastein tätig sein. Dazu bedarf es aber einer Neuausrichtung», erklärte Abt Peter von Sury am Donnerstag, als er das Projekt «Mariastein 2025» vorstellte.

Arbeitsgruppen entwickeln die Zukunft

In den nächsten Jahren werden sich verschiedene Arbeitsgruppen mit der Zukunft des Klosters beschäftigen. Projektleiter ist Mariano Tschuor, früherer Schweizer Fernsehmoderator aus Graubünden. Tschuor übernimmt die Projektleitung am 1. Januar 2019 und ist bis zum 31. Dezember 2025 angestellt.

Die Arbeitsgruppen setzen sich mit der künftigen Tätigkeit der Benediktinermönche in Wallfahrt und Seelsorge sowie mit der Gestaltung des zentralen Klosterplatzes auseinander. Weitere Themen sind die Nutzung der klostereigenen Immobilien, das Angebot in den Bereichen Pastoral und Kultur, Bildung und Begegnung.

Die Mönche entlasten

Das Ziel von «Mariastein 2025» sei es, die Zukunft des Klosters gemeinsam mit den Benediktinern zu sichern und die Mönche zu entlasten, erklärt Mariano Tschuor auf Anfrage. Eine verstärkte Anwerbung von neuen Klosterbrüdern sei jedoch nicht Teil des Projektes, betont er. Tschuor kommt seit dem Jahr 1994, als er dort für das Schweizer Fernsehen eine Sendung drehte, regelmässig als Klostergast nach Mariastein. «Ich schätze die Ruhe des Kraftortes Mariastein sehr.»

Seine wohl wichtigste Aufgabe sei der Austausch mit der Klostergemeinschaft, den solothurnischen Gemeinden des Leimentals, dem Kanton Solothurn und der Kirche. Man habe vor, die Medien in den kommenden Jahren laufend über die Fortschritte der einzelnen Arbeitsgruppen zu informieren.