Bausparinitiative

Baselbieter Komitee fordert billigere Mieten statt Bausparen

Die Gegner der Bausparinitiative kritisieren die Initiative als finanzpolitisch falsch.

Die Gegner der Bausparinitiative kritisieren die Initiative als finanzpolitisch falsch.

An der Medienkonferenz des Baselbieter Nein-Komitees zur Bausparinitiative brauchen die Gegner klare Worte: Das Bausparen, wie es im Baselbiet Gültigkeit hat, sei nicht zielführend und finanzpolitisch falsch. Besser wären günstigere Mieten.

«Es gibt kein Baselbieter Erfolgsmodell», zerpflückte der Baselbieter Mieterverbandsgeschäftsführer Urs Thrier die Argumentation der Regierung: Das seit 2004 bundesrechtswidrige Bausparen sei bezüglich Wohneigentumsförderung wirkungslos.

So habe im Aargau in den 90er-Jahren die Wohneigentumsquote um 4,4, im Kanton Solothurn um 4,3 Prozent zugenommen. Im Baselbiet mit seinem Bausparmodell hingegen nur um 3,6 Prozent. Insgesamt hätten 13 Kantone eine höhere Zunahme verzeichnet.

«Gesellschaftlich falsch»

Entsprechend bezeichnete an der Medienkonferenz des Baselbieter Nein-Komitees die grüne Nationalrätin Maya Graf das Bausparen als «nicht zielführend, steuer- und finanzpolitisch sowie gesellschaftlich falsch.» Statt das Wohneigentum zu fördern, müsste die Mieten runter.

Der Baselbieter SP-Präsident Martin Rüegg ergänzte, dass dem Kanton jährlich 6 Millionen Franken an Steuern entgehen und dass die Bürger am 11. März Gelegenheit hätten, mit einem Nein diesen Betrag zur Entlastung der Kantonsfinanzen beizusteuern.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1