Euro-Airport

Baselbieter Regierung fordert Reduktion des Fluglärms

Die Starts ab der Piste 15 mit Westdrehung müssten weiter nördlich über dünner besiedeltes Gebiet erfolgen, fordert die Kantonsregierung. (Symbolbild)

Die Starts ab der Piste 15 mit Westdrehung müssten weiter nördlich über dünner besiedeltes Gebiet erfolgen, fordert die Kantonsregierung. (Symbolbild)

Mit Einführung des neuen, satellitengestützten Abflugverfahrens RNAV am Euro-Airport (EAP) per Anfang 2019 haben sich die Flugrouten nach Süden Richtung Allschwil und Schönenbuch verschoben. Dies räumten die EAP-Verantwortlichen kürzlich ein.

Die Baselbieter Regierung fordert nun, dass die damit verbundene zusätzliche Lärmbelastung beseitigt wird. Dies geht aus ihrer Antwort auf eine Interpellation von Grünen-Landrätin Rahel Bänziger hervor.

Die Starts ab der Piste 15 mit Westdrehung müssten weiter nördlich über dünner besiedeltes Gebiet erfolgen, fordert die Kantonsregierung. Die nötigen Änderungen sollen, wie vom Flughafen angekündigt, bis im Sommer 2020 umgesetzt werden.

Gebäude verlieren nicht an Wert wegen des Fluglärms

Demgegenüber hatte die Lärmbelastung im Umfeld des Flughafens zumindest bisher keine negativen Auswirkungen auf die Immobilienpreise in den betroffenen Gemeinden. Dies geht aus der Bodenpreisstatistik des Kantons Baselland hervor.

Demnach ist der Quadratmeterpreis für Bauland in den vom Fluglärm stark betroffenen Gemeinden Allschwil und Binningen zuletzt weiter stark gestiegen. In Allschwil kostete der Quadratmeter Bauland 2018 im Durchschnitt 1911 Franken. Der Preisanstieg von satten 64 Prozent seit 2011 liegt weit über dem kantonalen Durchschnitt von 36 Prozent.

Auch in Binningen ist Bauland mit 2084 Franken pro Quadratmeter um einiges teurer als noch vor wenigen Jahren, allerdings ist hier der Preisanstieg im genannten Zeitraum mit 32 Prozent unterdurchschnittlich.

Ein ähnlicher Trend lässt sich laut den von der Regierung vorgelegten Zahlen auch bei den Freihandkäufen bereits überbauter Grundstücke beobachten. Aufgrund der öffentlich verfügbaren Daten habe man keine Auswirkungen des Fluglärms auf die Immobilienpreise feststellen können, schreibt die Regierung. Grünen-Landrätin Bänziger hatte in ihrem Vorstoss auf eine Studie der Zürcher Kantonalbank hingewiesen, wonach Liegenschaften unter An- und Abflugschneisen von Flughäfen eine Wertminderung erfahren. 

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