Todesfall

Baselbieter Schriftsteller Markus Ramseier ist gestorben

Markus Ramseier

Markus Ramseier

Der Baselbieter Autor und Flurnamenforscher Markus Ramseier ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 63 Jahren. 2014 war Ramseier mit dem Basellandschaftlichen Kulturpreis ausgezeichnet worden.

"Der Raum Basel enthält die Elemente meines Herkommens und meiner Aufbrüche, auf diese Heimat reagiere ich, auch dort, wo sie brüchig wird, das Daheim zum Daneben wird", schrieb Markus Ramseier auf seiner Website. Aufgewachsen und wohnhaft war er in Pratteln BL, einem stadtnahen Dorf mit Blick über Industrie und den Rhein zum Schwarzwald.

Der 1955 geborene Ramseier erlag einer schweren Krankheit. Ein Freund bestätigte am Montag Angaben des Regionaljournals von Radio SRF zu seinem Tod.

Ramseier hatte Germanistik, Anglistik und Romanistik an der Universität Basel studiert. Er arbeitete als Lehrer, Journalist, Lektor, Leiter des Dichter- und Stadtmuseums Liestal und Projektleiter der Stiftung für Orts- und Flurnamen-Forschung Baselland.

In dieser Funktion gab Ramseier zwischen 2004 und 2007 für jede der 86 Baselbieter Gemeinden eine Ortsmonographie mit Deutungen der lokal noch gebräuchlichen Flurnamen heraus. Seine Freude an der Sprache und deren Gebrauch lebte er neben der wissenschaftlich nüchternen Arbeit kreativ aus - auch als Schnitzelbänkler.

Als Schriftsteller veröffentlichte Ramseier Romane, Mundarttexte und Erzählungen. Sein letzter Roman "In einer unmöblierten Nacht" erschien 2018. Erfolg hatte der Autor auch mit seinem Buch "Land der letzten Meter" (1999), das von der Kritik als fabulierfreudige, sensible Dorf- und Familiengeschichte gut aufgenommen wurde.

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