Hauseigentümerverband

Baselbieter Treuhänder soll über zwei Millionen veruntreut haben

Ein Baselbieter Treuhänder soll insgesamt rund 2,5 Millionen Franken veruntreut haben (Symbolbild)

Ein Baselbieter Treuhänder soll insgesamt rund 2,5 Millionen Franken veruntreut haben (Symbolbild)

Ein Baselbieter Treuhänder soll insgesamt rund 2,5 Millionen Franken veruntreut haben. Die Baselbieter Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Veruntreuung, betrügerischem Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage und Urkundenfälschung.

Nach der Zolli-Affäre ist nun auch beim Hauseigentümerverband (HEV) Basel-Stadt ein Veruntreuungsfall aufgeflogen. Die Rede ist von einem sechs- bis siebenstelligen Betrag. Geschäftsführer Andreas Zappalà wollte im Artikel keine näheren Angaben dazu machen. Gemäss Informationen der «Schweiz am Sonntag» handelt es sich beim mutmasslichen Täter um einen Baselbieter Treuhänder, der für den HEV die Buchhaltung besorgte. Der Fall hat sich über mehrere Jahre ereignet.

Recherchen zeigen zudem: Der HEV ist nicht das einzige Opfer. Es gibt noch rund zehn bis zwölf weitere Geschädigte, wie Thomas Lyssy, Sprecher der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, bestätigt. Unter den Geschädigten sind auch Stockwerkeigentümer-Gemeinschaften. Die Baselbieter Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Veruntreuung, betrügerischem Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage und Urkundenfälschung. Die gesamte Deliktsumme beträgt rund 2,5 Millionen Franken. Zum Vergleich: Beim Zolli ging es um rund 1,4 Millionen Franken.

Bei den Baselbieter Untersuchungsbehörden liegt der Fall gemäss Lyssy, da der Tatort in Baselland sei. Der Tatverdächtige sei nicht in Untersuchungshaft gewesen. Weitere Angaben könne er aufgrund des laufenden Verfahrens keine machen, sagt Lyssy.

Beim HEV Basel-Stadt mit seinen knapp 6000 Mitgliedern ist man nun um Schadensbegrenzung bemüht. Geschäftsführer Zappalà, der für die FDP im Basler Grossen Rat sitzt, sagt, von der Veruntreuung seien «keine Kundengelder betroffen, sondern HEV-Gelder». Der HEV befinde sich deshalb aber «nicht in einer finanziellen Schieflage».

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