Hausärzte

Baselland stockt Kredit für Hausärzte-Förderung auf

Mit dem zusätzlichen Geld können für angehenden Hausärzte zwei zusätzliche Halbjahresstellen geschaffen werden.

Mit dem zusätzlichen Geld können für angehenden Hausärzte zwei zusätzliche Halbjahresstellen geschaffen werden.

Für die Ausbildung von Hausärzten will die Baselbieter Regierung mehr Geld zur Verfügung stellen. Der jährliche Beitrag des Kantons an das seit 2009 laufende Programm für die Förderung des Hausärzte-Nachwuchses soll um 45'000 Franken auf 270'000 Franken aufgestockt werden.

Mit dem zusätzlichen Geld können für angehende Hausärzte zwei zusätzliche Halbjahresstellen geschaffen werden, wie der am Mittwoch veröffentlichten Landratsvorlage zu entnehmen ist. Somit kann der Kanton Baselland von 2018 bis 2020 pro Jahr sieben hausärztliche Praxisstellen mitfinanzieren.

Die Regierung begründet die Aufstockung des Verpflichtungskredits mit der grossen Nachfrage von jungen Ärztinnen und Ärzten nach Weiterbildungsstellen in einer Hausarztpraxis. Ziel ist es auch, dem sich abzeichnenden Mangel an kostengünstigen Grundversorgern entgegenzuwirken.

Gestartet hatte der Kanton Baselland sein Förderprogramm für den Hausärzte-Nachwuchs 2009 . Bis Mitte Juni haben insgesamt 48 Ärztinnen und Ärzte das Angebot genutzt. Von jenen, die ihre Praxis-Weiterbildung zwischen 2009 und 2014 absolviert haben, sind heute knapp 70 Prozent in einer hausärztlichen Praxis tätig, davon knapp 80 Prozent im Baselbiet.

Den Erfolg des Programms führt die Baselbieter Regierung namentlich auch auf die gute Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft und dem universitären Zentrum für Hausärztemedizin beider Basel zurück. Weil die Hausärzteschaft ihren Anteil am Lohn der Praxisassistenten von 25 auf 35 Prozent erhöhte, konnte schon für das laufende Jahr die Zahl der Stellen um eine auf sechs erhöht werden.

Beim Start des Programm 2009 stellte Baselland dafür pro Jahr zunächst 300'000 Franken zur Verfügung. Ab 2012 waren es 250'000 Franken und ab 2015 noch 225'000 Franken. Wie schon in diesem Jahr kommt der Kanton künftig noch für 65 Prozent der Lohnkosten auf. Bis 2016 waren es 75 Prozent gewesen.

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