Schulen

Baselland wählt den Sonderweg bei den Mittelschulen

Präsenzunterricht sei in den Mittelschulen im Baselbiet organisatorisch nicht möglich. Der Kanton setzt somit, trotz möglicher Wiedereröffnung ab 8. Juni, an den Mittelschulen weiterhin auf Fernunterricht. (Symbolbild)

Präsenzunterricht sei in den Mittelschulen im Baselbiet organisatorisch nicht möglich. Der Kanton setzt somit, trotz möglicher Wiedereröffnung ab 8. Juni, an den Mittelschulen weiterhin auf Fernunterricht. (Symbolbild)

In Basel-Stadt geht ab dem 8. Juni in den Mittelschulen der Präsenzunterricht wieder los. Baselland setzt weiterhin zum grössten Teil auf Fernunterricht. Es sei räumlich-organisatorisch nicht möglich, die Abstandsregel bei einer Wiederaufnahme des Schulbetriebs einzuhalten.

Anders als der Stadtkanton verzichtet der Kanton Baselland auf den Präsenzunterricht. «Gemäss dem nationalen Schutzkonzept für die Wiedereröffnung der nachobligatorischen Schulen ist die konsequente Einhaltung der Abstandsregel von zwei Metern auf der Sekundarstufe 2 verbindlich», so Fabienne Romanens, Mediensprecherin der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion. «Die Raumverhältnisse an den Mittelschulen und den berufsbildenden Schulen des Kantons lassen dies bei normaler Belegung der Klassenzimmer nicht zu.»

Grössere Räume wie Aulen, Mensen oder Turnhallen für den Unterricht umzufunktionieren, sei auch keine Lösung. Denn, so Romanens, die Regeln gelten nicht nur für die Unterrichtsräume, sondern auch für Pausenplätze, Gänge und Treppenhäuser. Der Normalbetrieb sei selbst dann nicht möglich, wenn man in grösseren Zimmern unterrichten würde.

Weiterhin hauptsächlich Fernunterricht

Stattdessen setzt der Landkanton ab dem 8. Juni auf eine Mischung aus Fern- und Präsenzunterricht, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Das klingt zwar neu – verändern wird sich in der Praxis im Vergleich zum Unterricht während des Lockdowns jedoch wenig. Es wird weiterhin grösstenteils Fernunterricht stattfinden. «Zwischen Lehrpersonen und Jugendlichen können unter Einhaltung der Schutzmassnahmen nun einzeln und in Gruppen wieder persönliche Kontakte vor Ort stattfinden», so Romanens.

Diese werden zur gezielten Förderung oder Aufarbeitung von Defiziten genutzt – in den letzten Monaten war dies nur mit Vierergruppen möglich. Je nach Raumverhältnissen dürfte die Menge an Fern- und Präsenzunterricht variieren. Die Schulen arbeiten an der konkreten Ausgestaltung des für sie passenden Modells, so Romanens. Wie lange die Mischlösung gilt, ist noch unklar.

Meistgesehen

Artboard 1