Wahlen

Basler Grüne und Basta kämpfen zusammen um den verlorenen Sitz

v.l.n.r: Elisabeth Ackermann (Grüne), Heidi Mück (BastA!), Raffaela Hanauer (jgb), Mirjam Ballmer (Grüne), Tonja Zürcher (BastA!).

v.l.n.r: Elisabeth Ackermann (Grüne), Heidi Mück (BastA!), Raffaela Hanauer (jgb), Mirjam Ballmer (Grüne), Tonja Zürcher (BastA!).

Die Basler Grünen mussten ihren Platz in Bern nach vier Jahren räumen. Dieses Szenario soll sich nicht wiederholen. Nun spannen sich die Grünen und die Basta zusammen - genauso, wie sie es vor vier Jahren bereits getan haben.

Was hat sich Anita Lachenmeier geärgert! Da schnappte ihr vor vier Jahren mit CVPler Markus Lehmann ein Bürgerlicher den Nationalratssitz weg. Zwar erzielte Lachenmeier das bessere Resultat als Lehmann, doch seine Liste brachte mehr Stimmen als ihre. Und schwups, mussten die Basler Grünen ihren Platz in Bern nach vier Jahren räumen. Dieses Szenario soll sich nicht wiederholen. Drum spannen sie zusammen, die Grünen und die Basta – genauso, wie sie es bereits vor vier Jahren getan haben. Eine kleine Sensation ist die erneute Zusammenarbeit dennoch.

Bis vor kurzem herrschte dicke Luft zwischen den linken Parteien, die im Grossen Rat als Grünes Bündnis eine Fraktion bilden. Zwar stehen beide für Umweltthemen und soziale Gerechtigkeit ein, doch setzen sie die Prioritäten oft anders. Naturgemäss liegen diese bei den Grünen meist bei der Umwelt, während die Basta den Kampf gegen soziale Missstände höher gewichtet. Zuletzt haben sich die Differenzen bei der Basler Stadtentwicklung manifestiert. Die Basta dachte gar an eine Trennung. Entsprechend unklar war, ob es je wieder eine gemeinsame Liste geben wird.

Zu viele potenzielle Kandidaten

Und dann das: Gestern demonstrierten Vertreterinnen beider Parteien Geschlossenheit. Sie kündigten an, eine Listenverbindung für die Wahlen im Oktober einzugehen. Und betonten, eine Trennung habe nie ernsthaft im Raum gestanden. Es handle sich um zwei verschiedene Parteien, entsprechend komme es zu Meinungsverschiedenheiten. In Kernfragen politisiere man aber meist gleich. So gleich, dass eine Liste reicht: Je zwei Kandidaten und ein Kandidat des Jungen Grünen Bündnisses werden darauf Platz finden.

Das Gedränge ist gross: Bei den Grünen und bei der Basta gäbe es mehr Interessierte als Listenplätze, sagten Basta-Co-Präsidentin Tonja Zürcher und Elisabeth Ackermann, Co-Präsidentin der Grünen und Grossratspräsidentin. Welche Namen es voraussichtlich auf die Liste schaffen, wollten die Frauen mit Verweis auf die Nominationen im März nicht verraten. Die bz-Schwesterzeitung «Schweiz am Sonntag» hatte über Kandidaten spekuliert. Demnach treten die Grünen mit den Grossräten Mirjam Ballmer und Thomas Grossenbacher an. Die Liste wird unter dem Namen «Bündnis Grüne Basta» antreten. (rut)

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