Nun, Gränicher konnte am Mittwochbend 35 von 36 abgegebenen Stimmen verbuchen. Die einzige, die ihm fehlte, war seine eigene, was für ihn spricht. Als er dann vorne auf dem Präsidentenstuhl Platz nahm, gestand er, «ein bisschen nervös» zu sein. Das dürfte auch mit den grossen Fussstapfen seiner Vorgängerin Meret Franke (Grüne) zu tun haben. Gränicher sagte denn auch als Erstes: «Meret, Du hast das bravourös gemacht.» Vom Rat wünscht sich Gränicher in seinem Präsidialjahr «nachhaltige Entscheide und weiterhin einen fairen Umgang».

Etwas glanzloser wurde Vize-Präsident Stefan Fraefel (CVP) gewählt: Der Staatsanwalt erhielt 29 von 37 Stimmen. Fraefels Wahl dürfte seine Mitte-Fraktion nicht nur freuen. Denn er ist nun bei Diskussionen weitgehend «kalt» gestellt. Zusammen mit dem abgewählten Gerhard Schafroth fehlen damit der Mitte ihre zwei prononciertesten Stimmen. (hi)