In der Birsfelderstrasse in Muttenz stehen Bagger, Bauarbeiter planieren den Boden, die Autos müssen an vielen Orten aufs Trottoir ausweichen. Seit März 2012 ist das so, und bis Ende April wird sich an dieser Szenerie auch nicht viel ändern.

Das ist insofern erstaunlich, als das 650 Meter lange Teilstück zwischen Pantheon und Rennbahnklinik schon seit Ende Oktober fertig saniert sein sollte – so lautete der Zeitplan der zuständigen Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD). Nachdem die erste Frist verstrichen war, wurde das Ende der Bauarbeiten auf Ende Dezember verlegt. Und seit Anfang Jahr ist klar: Die Bauarbeiter ziehen erst Ende April ab – also rund ein halbes Jahr später als vorgesehen.

Verzögerung wegen Leitungen

«Wir wären mit der Sanierung der Strasse fristgerecht per Ende Oktober fertig geworden», beteuert Robert Leu vom kantonalen Tiefbauamt. Aber warum denn die zweimalige Verschiebung? Das BUD nimmt das Bauunternehmen, die Albin Borer AG, in Schutz: Die Verzögerungen seien nicht bei den Instandstellungsarbeiten der Strasse entstanden, sondern «infolge zusätzlicher und aufwendiger Werkleitungsarbeiten». Konkret geht es um Rohre für die Fernwärme, ein neues Trassee für die Elektra Birseck und Anschlüsse für einen Neubau. Auch die Gemeinde nutzte die Gelegenheit, im Zuge der Sanierung Wasserleitungen zu ersetzen, wie sie auf Anfrage bestätigt. Das Abstimmen all dieser Werkarbeiten mit mehreren Auftraggebern verlängerte die Bauzeit erheblich, heisst es beim BUD. Erschwerend sei hinzugekommen, dass einzelne Projekte im März noch gar nicht bekannt waren.

Trotz Verzögerung kommen auf die Anwohner keine zusätzlichen Einschränkungen zu, versichert das BUD. Die Verkehrsführung werde so angepasst, dass das Lutzertquartier und die Gartenstrasse wieder von der Rennbahnkreuzung her befahrbar sind. Die Durchfahrt in Richtung Autobahnzubringer A2 und Birsfelden bleibt jedoch weiterhin gesperrt.