Nachmittags und abends werden die Abfahrtszeiten auf der S 9 so geändert, dass die heimkehrenden Pendler bessere Anschlüsse Richtung Homburgertal erhalten. Heute müssen diese in Sissach und Olten von den Schnellzügen her kommend lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Am Morgen wird das «Läufelfingerli» hingegen zu den genau Zeiten wie bisher verkehren: Die Anschlüsse der Züge aus dem Homburgertal auf die Schnellzüge in Sissach Richtung Basel und in Olten Richtung Zürich/Luzern/Bern funktionierten bereits heute gut, sagt Dominic Wyler, Verkehrsplaner in der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD).

Die geänderte Fahrlage nachmittags und abends ist mit einem Nachteil verbunden: Der durchgehende Taktfahrplan muss aufgegeben werden. Die Züge fahren ab Ende 2019 von den Stationen nicht mehr immer zur selben Minute ab; jeweils um die Mittagszeit wird der Grundtakt um 35 Minuten gedreht. Das «Läufelfingerli» verkehrt im Stundentakt – umso wichtiger sind für die Reisenden gute Anschlüsse.

Denkbar wäre auch gewesen, die Anschlüsse unter Beibehaltung des Taktfahrplans konsequent auf die Pendelhauptrichtung Basel und den Umsteigebahnhof Sissach auszurichten. Doch das hätte die Situation in Olten für die Pendler Richtung Mittelland massiv verschlechtert. Der Lastrichtungsfahrplan, der nun eingeführt werde, sei ein Kompromiss, der den Kundenbedürfnissen am nächsten komme, sagt Wyler.