Ärgerliches Déjà-vu für die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB): Am Freitagvormittag um 9 Uhr wurde die Filiale in Oberdorf überfallen. Erneut. Schon Mitte April fand dort ein bewaffneter Raubüberfall statt.

Beide Male stürmte ein Mann mit einer Faustfeuerwaffe in die Filiale und forderte am Schalter Bargeld. Gestern trug er einen schwarzen Motorradhelm, der Täter im April eine schwarze Strumpfkappe mit Augenlöchern. Ansonsten waren gemäss der Polizei Baselland beide schwarz gekleidet, von fester Statur und zwischen 1.70 und 1.75 Meter gross. Der Täter vor knapp vier Monaten sprach allerdings nur gebrochen Dialekt, jener gestern Dialekt. Beide Male konnte der Täter mit Beute fliehen.

Die Polizei sucht für den gestrigen Vorfall Zeugen und bietet eine Belohnung von bis zu 5000 Franken. «Wir ermitteln in alle Richtungen», sagt Polizeisprecher Adrian Gaugler auf Anfrage. Demnach schliesse man auch nicht aus, dass es zweimal derselbe Täter gewesen sein könnte.

Bei der BLKB kann man sich bis jetzt nicht erklären, weshalb Oberdorf gleich doppelt überfallen wurde. «Dass es nun zweimal in so kurzer Zeit passiert ist, ist natürlich besonders bedauerlich», sagt Sprecherin Deborah Jungo auf Anfrage. Alle Schutzeinrichtungen in der Niederlassung seien auf dem aktuellsten Stand. Und sie ergänzt: «Unser Hauptaugenmerk nach einem solchen Vorfall liegt in der professionellen Betreuung der betroffenen Personen. Dafür arbeiten wir mit der Stiftung CareLink zusammen. Weiter werden alle Mitarbeitenden regelmässig für das richtige Verhalten im Ereignisfall geschult.»

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