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Bezirksgefängnis Arlesheim bleibt länger in Betrieb als geplant

Die Baselbieter Gefängnisse sind heute "bis an die Schmerzgrenze ausgelastet". (Symbolbild)

Die Baselbieter Gefängnisse sind heute "bis an die Schmerzgrenze ausgelastet". (Symbolbild)

Das Bezirksgefängnis Arlesheim soll auch nach der Inbetriebnahme des neuen Strafjustizzentrums in Muttenz in Betrieb bleiben. Mit dieser Massnahme will die Regierung verhindern, dass Straftäter wegen des landesweiten Mangels an Haftplätzen auf freien Fuss gesetzt werden müssen.

Im neuen Gefängnis des Strafjustizzentrums in Muttenz steht ab kommendem Juni Platz für 47 Häftlinge zur Verfügung. Eigentlich hätte das Bezirksgefängnis Arlesheim auf diesen Zeitpunkt hin geschlossen werden sollen. Nun will die Regierung den Betrieb bis mindestens 2014 weiterführen, wie sie am Dienstag mitteilte.

Die Baselbieter Gefängnisse seien heute "bis an die Schmerzgrenze ausgelastet", heisst es in der Mitteilung. Die Regierung und namentlich auch Sicherheitsdirektor Isaac Reber seien deshalb der Ansicht, dass die Schliessung eines bestehenden und funktionierenden Gefängnisses nicht vertretbar ist und auch ausserhalb des Baselbiets kaum verstanden würde.

Die Kosten für den Weiterbetrieb des Bezirksgefängnisses im zweiten Halbjahr 2014 sind auf 1,185 Millionen Franken veranschlagt. Die Regierung beantragt dem Landrat einen entsprechenden Nachtragskredit.

Ob auch das Bezirksgefängnis Laufen länger als geplant weiterbetrieben soll, lässt sich nach Regierungsangaben heute noch nicht abschätzen. Dieses Gefängnis war 2001 geschlossen und Anfang dieses Sommers wegen der anhaltenden Einbruchswelle wieder geöffnet worden; ursprünglich wurde die Massnahme bis Juni 2014 befristet.

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