Böckten

Biber wandert ins Oberbaselbiet: Spuren nun auch in Böckten

Biber ist im Oberbaselbiet zurück.

Biber ist im Oberbaselbiet zurück.

Der Biber wandert ins Oberbaselbiet hinauf: Nachdem ein Tier auf der Hauptstrasse bei Böckten beobachtet worden war, hat Pro Natura Baselland in der Nähe Biberspuren festgestellt. Der Biber galt in dieser Gegend seit 200 Jahren als ausgestorben.

Ein Mann habe nachts auf seinem Heimweg einen tropfnassen Biber auf der Hauptstrasse von Sissach nach Böckten beobachtet, teilte die Naturschutzorganisation am Dienstag mit. Er habe das Tier zur nahen Ergolz zurückgeleitet. Später habe er von einer weiteren Beobachtung gehört.

Aktive von Pro Natura fanden darauf Spuren des Bibers in der Nähe. Vermutet werde, dass einer der Biber, die sich vor rund einem Jahr in Liestal niedergelassen hatten, weitergewandert ist. Möglich sei auch, dass ein Jungbiber der Biberfamilie vom Hülftenfall in Füllinsdorf sein bisheriges Zuhause verlassen habe.

In der Nordwestschweiz hatte Pro Natura mit der Aktion «Hallo Biber!» dem Nagetier den Weg geebnet. Erstmals nach rund 200 Jahren war darauf 2004 bei Augst wieder ein Tier festgestellt worden. Inzwischen lebt laut dem Verein insgesamt ein gutes Dutzend Biber an der Ergolz in Füllinsdorf und Liestal, am Rhein bei Rheinfelden, Augst und Grenzach (D) und an der Birs bei Dornach und Arlesheim.

Haupttodesursache beim Biber ist es laut Pro Natura, von Autos überfahren zu werden. Die Naturschutzorganisation bittet daher Autofahrer bei Böckten um besondere Vorsicht. Pro Natura werde sich derweil bemühen, an der Ergolz die Durchgängigkeit für den Biber zu verbessern.

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