«Ich möchte mitgestalten, verändern und grosse Projekte der Gemeinde Gelterkinden in die Zukunft begleiten», erklärt Stefan Degen, der kaufmännischer Leiter einer Ladenbaufirma ist. Das 34-jährige FDP-Mitglied will seine Finanzkompetenz und Erfahrung im Projektmanagement in den Gemeinderat einbringen. «Dieser soll mit meiner Wahl verjüngt werden.» Deshalb sieht sich Degen altersmässig gegenüber Martin Rüegg, der 58-jährig ist, im Vorteil und beurteilt seine Wahlchancen als intakt.

«Zudem habe ich Führungserfahrung mit Personalverantwortung, was Martin Rüegg als Gymnasiallehrer und Präsident zweier Vereine nicht hat», wirbt Stefan Degen in eigener Sache und ergänzt: Rüegg sei vorletztes Jahr für die Fusion beider Basel gewesen, was die Mehrheit in Gelterkinden nicht wolle.

«Ich hoffe, dass die Vakanzen bürgerlich besetzt werden», sagt Degen. Die eidgenössischen Vorlagen, über die ebenfalls am 28. Februar abgestimmt wird, würden diese Chancen erhöhen. Denn Stefan Degen glaubt, dass sich dadurch bürgerliche Stimmbürgerinnen und -bürger besser mobilisieren lassen.

Mit Stefan Ruesch vom BZG bewirbt sich einer für den Gemeinderat, der seit Geburt in Gelterkinden wohnt und Ortsbürger ist. Mit ihm käme quasi das Original in die Exekutive. «Mir liegt das Dorf am Herzen, ich habe viel profitiert, nun möchte ich mich im Gemeinderat einbringen», sagt der 32-Jährige, der Inhaber eines Treuhandbüros ist. Er hat eine technische Grundausbildung absolviert und bildete sich betriebswirtschaftlich weiter.

Stefan Ruesch ist erblich vorbelastet; er sass schon als Knabe im Gemeinderatszimmer, als sein Vater Akten studierte; Karl Ruesch gehörte zwölf Jahre dem Gelterkinder Gemeinderat an. Zu seinen Wahlchancen sagt Stefan Ruesch: «Ich sehe die Chancen als sehr ausgeglichen und wage daher keine Prognose zu stellen.»