Umstrittenes Projekt

Bundesgericht hebt Baustopp für «La Colline» in Arlesheim auf

Die beiden Stiftungen Helvetia Nostra und Fondation Franz Weber erwirkten einen Baustopp beim Bauvorhaben «La Colline».

Die beiden Stiftungen Helvetia Nostra und Fondation Franz Weber erwirkten einen Baustopp beim Bauvorhaben «La Colline».

Anfang Oktober erhoben die Initianten vom Natur- und Kulturraum Dornach-Arlesheim Beschwerde beim Bundesgericht gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 28. September 2020. Das Bundesgericht hat diesen Antrag nun aber abgewiesen. «La Colline» darf demnach weiter gebaut werden.

Die beiden Stiftungen Helvetia Nostra und Fondation Franz Weber sind mit dem Bauvorhaben «La Colline» in Arlesheim nicht einverstanden (bz berichtete). Zusammen mit der Initiative Natur- und Kulturraum Dornach-Arlesheim forderten sie deshalb eine gesetzeskonforme Überprüfung des Projekts.

Seit Ende 2019 haben sich die Initianten sowohl an sämtliche Rechtsmittelinstanzen als auch an den Baselbieter Regierungsrat gewandt. Anfang Oktober erhoben sie dann Beschwerde beim Bundesgericht gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 28. September 2020. Das Bundesgericht verfügte zuletzt einen provisorischen Baustopp, bis über das Gesuch von Helvetia Nostra um aufschiebende Wirkung der Beschwerde und um Anordnung vorsorglicher Massnahmen entschieden werden kann. 

Bundesgericht erlaubt das Weiterbauen

Dieses Gesuch wurde nun vom Bundesgericht abgewiesen, teil der Kanton Baselland am Freitag mit. Dies habe zur Folge, dass das Bauvorhaben «La Colline» auch während der Dauer des Beschwerdeverfahrens fortgesetzt werden kann. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft begrüsst den Entscheid nach eigenen Angaben. Das rechtsstaatlich mehrfach legitimierte Bauvorhaben könne somit weitergeführt werden.

Aus Sicht der Naturschützer stellt das Bauprojekt «La Colline» eine akute Bedrohung für ein unter Naturschutz stehendes Feuchtgebiet dar. Ausserdem würden die Bundesvorgaben zum Kulturgüterschutz des einzigartigen Goetheanum-Ensembles durch das Bauvorhaben verletzt.

Meistgesehen

Artboard 1