Jugendparlament

Bundespräsident Burkhalter besucht den Polit-Nachwuchs

Didier Burkhalter auf einer Mission: dem Nachwuchs die Politik ans Herzen legen.

Didier Burkhalter auf einer Mission: dem Nachwuchs die Politik ans Herzen legen.

Drei Tage lang debattieren Jugendliche aus der ganzen Schweiz in Laufen an der Jugendparlamentskonferenz. Eröffnet hat diese Bundespräsident Didier Burkhalter

So wurde Bundespräsident Didier Burkhalter (FDP) wohl noch selten empfangen. Mit Applaus und den triumphalen Klängen von Richard Strauss’ «Also sprach Zarathustra» hiessen die Jugendparlamentarier am Freitagabend den hohen Besuch im Gymnasium Laufen willkommen.

Der Bundespräsident nahm seine Einladung ernst und sprach nicht nur eine Grussbotschaft aus, sondern hielt eine längere Rede. In dieser ging er zu Beginn auf die Region Basel und ihrer Nähe zu Deutschland und Frankreich ein. «Die Öffnung der Region im Dreiländereck macht die Vielfältigkeit zur Chance.» Der Euro-Airport als einziger binationaler Flughafen der Welt unterstreiche dies.

Die Jungparlamentarier zeigten sich mutig und stellten dem hohen Gast auch Fragen. «Was ist das Erfolgsrezept in der Politik?», wollte ein junger Mann wissen. «Seien Sie sich selbst und zeigen Sie Herz», antwortete der Bundespräsident. Mehrfach lobte er das Engagement der Jugendlichen als wichtig für die künftige politische Kultur in der Schweiz. Es entstand eine lockere Gesprächsrunde zu aktuellen Themen, wie es wohl nur mit Jungen möglich ist.

Sich als Politiker entwickeln

Dieses Engagement der Jungen ist keinesfalls selbstverständlich. Nach dem historischen Ja am 9. Februar zur Masseneinwanderungsinitiative war die angeblich so tiefe Stimmbeteiligung der Jungen eines der dominierenden Themen. Die Jungpolitiker im Alter zwischen 14 und 26 Jahren der Schweizer Jugendparlamente versuchen aktiv, das Politinteresse der jungen Generationen zu stärken.

160 von ihnen treffen sich an diesem Wochenende in der Region Basel zur nationalen Konferenz. Diese verbinde das soziale Zusammenkommen der Jungpolitiker untereinander mit intensiven Diskussionen über aktuelle politische Themen, erklärt OK-Präsident Adrian Mangold. Im Zentrum der alljährlich stattfindenden Konferenz stehen aber die Jugendparlamentarier selber. «Wir wollen sie weiterbilden, ihnen zeigen, wie man politische Themen angeht, für sie lobbyiert und wie man eigene Projekte in die Hand nimmt», betont der 26-jährige Oberwiler. Adrian Mangold stellt klar, dass diese Konferenz kein nationales Jugendparlament darstellt. Das gebe es nach wie vor nicht. «Derzeit erarbeitet der Dachverband Schweizer Jugendparlamente (DSJ) die Grundlagen für ein nationales Jugendparlament.»

Am Samstag geht es im Rheinparkschulhaus in Birsfelden in Workshops und Diskussionsrunden ans Eingemachte. Am Abend folgen ein Apéro und ein Austausch mit dem Basler Regierungspräsidenten Guy Morin (Grüne). Mit verschiedenen Ausflügen wollen die Organisatoren den 160 Jungpolitikern die kulturelle und historische Region in Stadt und Land näher bringen.

Der neunköpfige Jugendrat Baselland, der selber als beratende Kommission des Regierungsrats wirkt, holte die Jugendparlamentskonferenz in die Region Basel. Während des Jahres organisiert der Rat mehrere Diskussionspodien zu den verschiedensten Themen in den Schulen und bietet Workshops an, in denen man die politische Schweiz besser verstehen lernt.

Gegen aussen tritt der Jugendrat als Einheit auf. «Natürlich bilden wir gegen innen alle politischen Lager ab. Aber im Endeffekt vertreten wir die Anliegen der Jugend», umschreibt Mangold das Wirken des Jugendrats.

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