Leserwandern: Das war die 5. Etappe

Burg, Bitte! Auf dieser sommerlichen Königswanderung waren Ruinen-Mauern heiss begehrt

Dass kein Wölkchen am Himmel stand, mussten 78 Leserinnen und Leser mit Schwitzen in der Sommerhitze bezahlen. Doch das leichte Leiden wurde belohnt: mit einem unvergleichlichen Ausblick von der Ruine Farnsburg und der Sissacherflue.

Wohin wandert man? Auf Gipfel, zu Aussichtspunkten – und zu Burgruinen. Auch wenn der vergnügte Wanderer immer gerne auch ohne ambitioniertes Ziel durch die nahe und ferne Landschaft streift, so sucht er doch oft ein Plätzchen, zu dem es sich zu laufen lohnt. Und wo er sein Znüni-Brot essen kann.


Im Baselbiet bieten sich die Burgruinen (neben den Aussichtspunkten und den Gipfeln selbstverständlich) als Ausflugsziele besonders gut an. Ganze 33 Burgruinen sind im Kantonsgebiet zu finden, von der Ruine Alt Biederthal im Leimental ganz im Westen des Baselbiets bis zur Ruine Ödenburg in der Nähe von Wenslingen im Osten. Von manchen stehen lediglich noch ein paar Mauern, andere haben trotz Kämpfen und rauer Witterung die letzten Jahrhunderte so überstanden, dass sie heute noch bestiegen und erkundet werden können.

Die Burgen in Brand gesteckt


Welche Bedeutung die mittelalterlichen Burgruinen für die Region haben, weiss Tobias Eggimann, Geschäftsführer von Baselland Tourismus: «Als Teile und sichtbare Überreste der Geschichte des Landes tragen sie zur Identitätsbildung der Umgebung bei.» Die Farnsburg etwa wurde vom 15. bis ins 18. Jahrhundert von der Stadt Basel als Verwaltungsgebäude genutzt, anschliessend von den Landleuten in Brand gesteckt und als Steinbruch genutzt. Dasselbe geschah mit den Burgen Waldenburg und Dornach. «Jede Burg hat eine spezielle Geschichte, die wir heute oft sehr genau kennen», so Eggimann. Das macht Burgen und ihre Ruinen nicht nur als Picknick-Plätze attraktiv, sondern auch zu Attraktionen für Geschichtsinteressierte.


Wanderziel: kühles Getränk


Auf der gestrigen Etappe konnten 78 Leserinnen und Leser all das verbinden. Denn bei der Ruine Farnsburg legten wir nicht nur unseren Znüni-Halt ein, sondern wurden, im Schatten der Mauern, von Eggimann auch über den Bau der Burg im Jahre 1330 bis zur Teilsanierung im Jahre 2013 in Kenntnis gesetzt.

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Erst hoch auf die Farnsburg und dann noch höher auf die Sissacher Flue ging es auf der 5. Etappe unserer diesjährigen Leserwanderungen. Während der Znünirast bei der Ruine Farnsburg wollten wir von Teilnehmern wissen, was sie in ihren Rucksäcken mit sich tragen. Und wurden überrascht.


Gemeinsam ging es dann auf einen letzten Anstieg zur Sissacherflue empor. Insgesamt 500 Höhenmeter trieben bei sommerlicher Hitze manch einem Wanderer die Schweissperlen auf die Stirn. Oben angekommen, wurden wir belohnt: nach der Aussicht von einer Burgruine auch noch mit der befriedigenden Ankunft auf einem Gipfel, Aussicht inklusive. Es gab Essen, kühle Getränke und Sonnenschirme. Auch das sind wichtige Wanderziele.

Leserwandern 2018: 5. Etappe - Königsetappe Baselbiet

Weitere Informationen

Mehr Fotos, Videos und Anekdoten finden Sie übrigens auf unserem Leserwandern-Blog.

Auf der kommenden 6. Etappe am Freitag, 20. Juli, laufen wir auf einer Abendwanderung der schönen Aare entlang, von Wangen an der Aare nach Zuchwil nahe Solothurn. Feierabendfreuden wie Wurst und Bier garantiert! Alle Informationen finden Sie hier. 

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