Am Gymnasium Münchenstein herrschen seit Jahren chaotische Zustände: Physik- und Chemieräume entsprechen nicht heutigen Standards, im Winter pfeift der Wind durch die schlecht isolierten Fenster und in der Mensa fehlt der Platz, so dass einige Schüler ihr Essen nicht an einem Tisch einnehmen können.

Die bauliche Erneuerung des sanierungsbedürftigen Gymnasiums Münchenstein soll deshalb vorgezogen an die Hand genommen werden: Der Baselbieter Landrat genehmigt einstimmig einen Baukredit über 23 Millionen Franken, um bis 2019 im Sockelbereich des Hauptgebäudes Aula, Klassenzimmer sowie Fachunterrichtsräume zu erneuern, Schulleitung und Sekretariat umzubauen sowie neue Gruppenräume einzubauen. Zudem werden im Haupttrakt eine Baustoffsanierung und Erdbebenertüchtigung an die Hand genommen sowie der Brandschutz auf den heutigen Stand gebracht.

Neubau ist keine Alternative

23 Millionen für eine Sanierung der Schulanlage von 1972 seien viel Geld, hiess es im Parlament. Ein Neubau als Alternative zur Erneuerung des alten Gebäudes sei gleichwohl weder realistisch noch sinnvoll. Das dafür nötige Bauland sei nicht vorhanden. Da das heutige Gebäude in einer Grundwasserschutzzone liegt, kann das Gym nicht einfach abgerissen und auf einem nebenstehenden Bauplatz neu errichtet werden.

Die vorgezogene Sanierung geht auf eine Petition der Münchensteiner Gymnasiasten zurück. Der Kanton wollte aus finanziellen Gründen die Sanierung erst zwischen 2020 und 2022 vornehmen. "Man hat aber klar eingesehen, dass nicht solange zugewartet werden kann", hielt Franz Meyer, Präsident der vorberatenden Bau- und Planungskommission fest.

Zwischen 2010 und 2013 sind bereits die nötigsten Unterhaltsarbeiten geplant und umgesetzt worden; zudem ist die nebenstehende Villa Ehringer instand gesetzt worden. Für die weitere Erneuerung an Haupt- und Nebengebäude existieren weitere Vorlagen.