Zirkus

Circolino Pipistrello macht Träume wahr

Zirkushund «Ugly» (vorne) scheint die Arbeit der Schüler beim Zeltaufbau zu geniessen.  Roland Bürki

Zirkushund «Ugly» (vorne) scheint die Arbeit der Schüler beim Zeltaufbau zu geniessen. Roland Bürki

Dieser Zirkus ist nicht nur für Profis da: Im Circolino Pipistrello können 80 Menschen von Jung bis Alt eine Woche lang Zirkusluft schnuppern. Zurzeit hat der Mitmachzirkus seine Zelte in Breitenbach aufgestellt.

Schüler und Senioren machen gemeinsam Zirkus. Eine ganze Woche lang hat der Mitmachzirkus Pipistrello sein Zelt in Breitenbach aufgeschlagen. Der Zirkus fasziniert die Menschen seit jeher. Farbenprächtig, schillernd, abenteuerlich und geheimnisvoll setzt er auch heute noch Farbtupfer in den grauen Alltag. Genau das tut der Circolino Pipistrello, der kleine Zirkus mit der Fledermaus.

Allerdings mit dem Unterschied, dass sich nach einer Woche Arbeit auch Laien nahtlos ins Programm der Artisten einfügen lassen. Und das ähnlich geheimnisvoll und aktiv, wie es sich für Fledermäuse gehört. «Mich hat ein TV-Beitrag über diesen Zirkus auf den Geschmack gebracht», sagt Urs Spielmann, Leiter des Alterszentrums Bodenacker (AZB) und Stiftungsrat der Alice Vogt-Stiftung. Das Konzept, Jung und Alt gemeinsam Zirkus machen zu lassen, entspreche genau den integrativen Zielen der Stiftung. Deshalb habe diese den Zirkustraum in Breitenbach wahr werden lassen.

Viel Arbeit für die Schüler

Kurz nach neun Uhr fahren am Pfingstmontag die ersten Zirkuswagen auf der Breitenbacher Spielwiese auf. 50 der 300 in die Zirkuswoche eingebundenen Breitenbacher Schüler haben den traditionellen Pfingstmarkt sausen lassen. Sie helfen dafür den 17 Pipistrelli vom Zirkus ihr 10 Meter hohes, blaues Chapiteau aufzurichten.

Unablässig schleppen sie Material herbei, schliesslich müssen Verankerungen eingeschlagen, die Zeltbahn gespannt, 350 Sitzplätze aufgebaut oder Scheinwerfer in die Höhe gehievt werden. «Die Schüler arbeiten megagut», sind Marica Gerber und Andreas Brunner vom Zirkus-Team des Lobes voll. Vier von ihnen, nämlich Thomas, Michi, Nico und Qendesa haben bisher nicht geahnt, dass so viel Knochenarbeit hinter einem Zirkus stecke, aber es mache Spass.

«Schauen Sie, diese Stütze habe ich aufgezogen», ruft Thomas stolz, während der lebhafte schwarzweisse Zirkushund mit dem ungerechtfertigten Namen «Ugly» dem Artisten Clément Tassin aufs Zeltdach zu folgen versucht. «Wir machen alle alles, ohne Hierarchie, ohne Chef», erklärt der junge Luftakrobat, Tänzer und Jongleur und bindet in luftiger Höhe Zeltteile zusammen.

Reiches Rahmenprogramm

Schulleiter Felix Schenker, hilft beim Aufbau tatkräftig mit. «Die Planungsphase für diesen Event dauerte ein ganzes Jahr», blickt der im ungewohnten orangen «Übergwändli» anpackende Schulleiter zurück. Der Wochenplan von Schule und AZB verspricht denn auch eine Fülle von Aktivitäten rund um den Zirkus. In vier stufenweisen Workshops tun auch Senioren mit und hören Zirkusgeschichten, schminken Clowns, malen Zirkusbilder oder gestalten eine Zeitungsseite.

«80 ausgeloste Kinder dürfen im Pipistrello-Programm mitwirken», freut sich Schenker über ein faires Auswahlverfahren. Auch AZB-Leiter Spielmann strahlt: «Elf unserer Senioren steigen ebenfalls in die Arena, einer will gar Feuer schlucken!» Wohl, um dem scheidenden Leiter eine besondere Freude zu machen.

Vorstellungen Freitag, 17. Juni, 19.00 Uhr, Pipistrello-Team / Samstag, 18. Juni, 14.00 Uhr Gala mit Artisten, Schülern und Senioren

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1