Absage

Corona vermiest auch den 1. August: Sissach und Oberwil sagen ihre Feiern ab

Aufgrund der Coronakrise wurden nun auch im Baselbiet erste 1.-August-Feiern abgesagt.

Aufgrund der Coronakrise wurden nun auch im Baselbiet erste 1.-August-Feiern abgesagt.

Lange zögerten die Verantwortlichen. Doch jetzt sind die ersten Absagen beschlossene Sache. Oberwil und Sissach führen ihre 1.-August-Feiern nicht durch.

Der Oberwiler Gemeinderat begründet den Entscheid in einer Medienmitteilung vom Dienstag damit, er wolle «Infektionsrisiken durch Menschenansammlungen» vermeiden. Aus Sissach heisst es, eine Feier mit Corona-Schutzkonzept sei zu aufwendig: «Wir müssten die Zugänge kontrollieren, Adressen aufnehmen und so weiter», sagt Gemeinderat Robert Bösiger zur bz. Der Gemeinderat habe einstimmig beschlossen, die Feier abzusagen.

Ein weiterer Hinderungspunkt in Sissach: Veranstaltungen sind bis 300 Personen mit Schutzkonzept zwar grundsätzlich erlaubt. Im vergangenen Jahr seien jedoch rund 600 Menschen zum Festort in der Sissacher Begegnungszone gekommen, sagt Gemeinderat Bösiger. Somit müsste man in diesem Jahr Besucherinnen und Besucher abweisen, und das sei heikel. 

Ein Feuerwerk gibts in Sissach wohl trotzdem

Basel gab schon im Mai bekannt, dass das Stadtfest am 31. Juli und die Bundesfeier auf dem Bruderholz am 1. August nicht stattfänden. Kurz zuvor hatte der Bundesrat entschieden, dass Grossveranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern bis 31. August verboten bleiben. 

Noch ein wenig Hoffnung gibt es für die Allschwiler Feier, die jeweils auf der Läubern steigt. Der Gemeinderat will die neuen Lockerungen des Bundesrats abwarten und dann entscheiden, also voraussichtlich am 24. Juni. 

Ein wenig Trost gibts für die Oberwiler und Sissacher trotzdem. Oberwil kündigt an, das Dorf werde wie gewohnt beflaggt. Und der Sissacher Gemeinderat ist zuversichtlich, dass das Feuerwerk auf der Fluh gezündet werden kann.

Es sei denn, ein anderes Phänomen verhindert das noch: die Trockenheit. 

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