Einwohnerrat

Dank Finanzspritze schlägt der Puls von Binningen weiter

Aus einem Fonds erhält «Binningen pulsiert» 190 000 Franken.

Aus einem Fonds erhält «Binningen pulsiert» 190 000 Franken.

«Binningen pulsiert» erhält 190000 Franken aus einem Fonds. Das Dorf- und Gewerbefest 2018 vermeidet so ein Defizit.

238 000 Franken soll das Defizit von «Binningen pulsiert» betragen, dem Fest, das die Vereine und das Gewerbe gemeinsam im September 2018 durchführen wollen. Das hat das Organisationskomitee in einem Grob-Bugdet berechnet. Doch von diesem Minus wird am Ende wohl nur wenig übrig sein.

Denn der Einwohnerrat hat jetzt dem Organisationskomitee (OK) des Festes 190 000 Franken zugesprochen – allerdings nicht aus der ordentlichen Gemeindekasse, sondern aus dem Binninger Fonds. Dieser wird von der Gemeinde verwaltet, darf aber laut Statuten nicht mit Steuermitteln, sondern nur privat alimentiert werden.

Es handle sich nicht um eine Defizitgarantie, betonte Einwohnerrat Peter Sala (FDP), denn eine solche verleite nur zum unsorgfältigen Umgang mit Finanzen. Das OK habe zusätzlich eine Defizitgarantie-Versicherung abgeschlossen. Wie er hielt die Mehrheit des Einwohnerrates «Binningen pulsiert» für «eine gelungene Sache» und deshalb für unterstützungswürdig.

Kritisch äusserte sich nur Rahel Bänziger (Grüne). Mit der «Subventionierung» ermögliche man den Gewinn der Teilnehmer des Festes, also auch des Gewerbes. «Dafür darf man den Fonds nicht plündern», meinte sie. Sie vermisste zudem Anstrengungen des OK, das Defizit tief zu halten.

Private decken Restdefizit

Bänziger schlug eine Kürzung des Fondsbeitrags auf 150 000 Franken vor, erhielt aber ausserhalb ihrer Partei keine Unterstützung. Peter Heiz (FDP) vertraute den Organisatoren, «die verstehen, wie man ein solches Fest organisiert». Die SP bedauerte zwar, dass ein gemeinsamer Stand aller politischen Parteien nicht zustande komme. «Doch das Feste wird alle einen», meinte Bettina Benthaus.

Gehen die Berechnungen des OK auf, verkleinert der Fondsbeitrag das Restdefizit auf nur noch 23 000 Franken. Dieses soll über Privatspenden gedeckt werden. Dabei einberechnet sind Sachleistungen des Werkhofs im Wert von 25 000 Franken, die ins Budget 2018 übernommen werden. Vor der Einwohnerratssitzung hatte OK-Präsident Daniel Nyffenegger gegenüber der bz erklärt, ohne den Zustupf der Gemeinde werde «Binningen pulsiert» nicht stattfinden. Weil er im Gemeinderat sitzt, trat er bei diesem Geschäft in den Ausstand, ebenso Gemeindepräsident Mike Keller (FDP), der dem Gewerbeverein KMU Binningen-Bottmingen vorsteht.

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