Wetter

Das Baselbiet befindet sich im Dauerhoch

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Der März war rund ein Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Der erste Frühlingsmonat war zu warm, zu trocken und zu sonnig – ein gutes Omen?

Im diesjährigen März war Petrus offenbar gut gelaunt: Ein meteorologisches Hoch folgte praktisch nahtlos auf das nächste. Hatte im letzten Jahr sich der März noch über weite Strecken im Winterkleid präsentiert, kam er jetzt meistens im luftigen Frühlingstenü daher.

Insgesamt war der März 2011 rund ein Grad wärmer als im langjährigen Mittel: Die Durchschnittstemperatur betrug 6,5 Grad (der Schnitt des vergangenen Vierteljahrhunderts liegt bei 5,7 Grad). Am wärmsten war es in der Titterter Messstation von Wetterfrosch Hansruedi Schweizer am 25. mit 17,9 Grad, am kältesten am 3. mit -3,5 Grad.

Ungewöhnlich viel Sonnenschein

Überraschend oft zeigte sich auch die Sonne am Himmel: Sie schien während 180 Stunden. Das entspricht 151 Prozent der «normalen» Sonnenscheindauer im Monat März. Nur an vier Tagen liess sich das Zentralgestirn nie blicken. Am längsten schien die Sonne am 23.: während 10,9 Stunden. Dem sonnigen Wetter entsprechend fällt die Niederschlagsbilanz sehr gering aus: Es hat nur an sechs Tagen ein bisschen geregnet; pro Quadratmeter resultierten nur 40 Liter. Das ist weniger als die Hälfte der eigentlich zu erwartenden Menge (genau: 46%). Schon die Monate Januar und Februar waren zu trocken gewesen.

Dies ist darum besonders erwähnenswert, weil auch bereits die drei zurückliegenden Jahre sehr niederschlagsarm gewesen waren. Das Baselbiet durchläuft derzeit also eine längere Trockenphase. Das bedeutet, dass der Grundwasserspiegel langsam sinkt.

Ob dies mittelfristig zum Problem wird, hängt auch davon ab, ob und wie viel es in den nächsten Monaten regnen wird. Aufgrund Beobachtungen des bisherigen Wetterverlaufs lesen Meteorologen oft schon Tendenzen ab. Ausnahmsweise lässt sich Hobby-Meteorologe Hansruedi Schweizer hier auf die Äste hinaus: «Der Frühling wird eher zu warm und zu trocken», wagt er eine Prognose. Seine Voraussagen zum März – «milde Witterung» – haben sich übrigens bereits bewahrheitet.

Nebeltage in der Norm

Zurück zum März: Dieser verzeichnete vier Nebeltage. Das ist ein sehr durchschnittlicher Wert. Zum Vergleich: Im Februar hatte es deren 15 gegeben – was jedoch ausgesprochen viele gewesen waren. Weil es im Vormonat sowie im vergangenen Jahr aussergewöhnlich viele Nebeltage gegeben hatte, richtet Schweizer per sofort auch auf sie ein spezielles Augenmerk.

Die Luftfeuchtigkeit betrug 75 Prozent; die Windspitze lag bei 54 Stundenkilometern. Schnee gab es im Unterschied zum Vorjahr heuer nie.

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