Fusion

Das Baselbiet hat eine neue Bank

«Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen»: Verwaltungsratspräsident Thomas de Courten zitiert Aristoteles. (Archivbild)

«Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen»: Verwaltungsratspräsident Thomas de Courten zitiert Aristoteles. (Archivbild)

Nach dem mit grossem Mehr beschlossenen Zusammenschluss hat das Baselbiet eine neue Bank: Die Raiffeisenbank Liestal-Oberbaselbiet Genossenschaft.

Mit äusserst klaren Mehrheiten entschieden sich die gleichzeitig stattfindenden Generalversammlungen der beiden Raiffeisenbanken (RB) Oberbaselbiet mit Sitz in Gelterkinden und Liestal für einen Zusammenschluss. Dieser tritt rückwirkend auf den 1. Januar 2015 in Kraft. Die neue Bank firmiert als «Raiffeisenbank Liestal-Oberbaselbiet Genossenschaft».

In der Mehrzweckhalle Gelterkinden bejahten 346 von 361 Stimmenden der «Oberbaselbieter» die Fusion. Lediglich 15 sprachen sich dagegen aus. Noch deutlicher mit nur 10 Nein bei fast 900 Stimmenden fiel der Entscheid der «Liestaler» in der Mehrzweckhalle Stutz in Lausen aus. Faktisch bedeuten die beiden Abstimmungen, dass sich die RB Oberbaselbiet auflöst und mit allen Aktiven und Passiven sowie mit den Mitgliedern, den Kunden und dem Personal in die RB Liestal integriert wird.

Die Segel anders gesetzt

Vor dem Entscheid nahm Thomas de Courten, der Verwaltungsratspräsident Raiffeisenbank Oberbaselbiet, eine umfassende Auslegeordnung vor. «Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen», zitierte de Courten den griechischen Philosophen Aristoteles. Namentlich der verstärkte Kostendruck, sinkende Zinsmargen sowie die strengeren regulatorischen Anforderungen der Finanzmarktaussicht trieben den administrativen Aufwand in die Höhe, rechnete der Redner vor. Um weiterhin als fairer, kompetenter und zuverlässiger Partner für die Kundinnen und Kunden auftreten zu können, habe der Verwaltungsrat schon vor geraumer Zeit die Fühler ausgestreckt, wie sich die Bank inskünftig entwickeln soll. Als kerngesundes Unternehmen könne man nun aus der Position der Stärke heraus die Weichen stellen.

«In der Raiffeisenbank Liestal habe wir eine Partnerin gefunden, die gleich denkt wie wir und die gleichen Ziele verfolgt», verdeutlichte de Courten die Absicht.

Arbeitsplätze bleiben erhalten

Zwar ist die RB Liestal etwa doppelt so gross wie das Institut Oberbaselbiet, was die Bilanzsumme, die Zahl der Genossenschafter sowie der Mitarbeitenden betrifft. Aber sämtliche Geschäftsstellen und Arbeitsplätze, so versicherte de Courten, blieben erhalten. Im neuen Verwaltungsrat hat Fredi Zwahlen wie bislang in Liestal den Vorsitz. Ihm steht Thomas de Courten als Vize zur Seite. Mit vier Vertretungen ist die nun aufgelöste RB Oberbaselbiet in der strategischen Führung gut vertreten. Den Vorsitz der Geschäftsleitung übt weiterhin Matthias Renevey aus. Stellvertreter ist Beat Zimmermann, bisher Leiter der RB Oberbaselbiet.

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