Es herrscht geschäftiges Treiben im neuen Altersheim zum Eibach in Gelterkinden: Dutzende Handwerker geben dem Gebäude den letzten Schliff. Im Parterre erstreckt sich die grosszügige Cafeteria mit anliegender, topmoderner Küche. Zentral befindet sich ein asymmetrischer Hohlraum, der sich bis zur Decke erstreckt und einen galerieartigen Eindruck vermittelt.

Gerhard Hasler, Baukommissionspräsident, empfängt die bz und macht eine Führung durch den Neubau. Hasler besass einige Jahre ein Elektrounternehmen und ist Mitglied der Altersheimstiftung zum Eibach. Er erzählt, dass vor vier Jahren die Altersheimleitung einen Bauprojekt-Wettbewerb veranstaltete und das Projekt des Architekten Angelo Tomaselli gewann. Hasler war Planungs- und schliesslich Baukommissionspräsident.

2012 begannen auf dem Grundstück neben dem bisherigen Altersheim die Bauarbeiten in Zusammenarbeit mit Tomaselli. Das Grundstück wurde bereits einige Jahre zuvor erworben. «So mussten die Bewohner während der Bauarbeiten nicht umziehen und konnten im bisherigen Altersheim bleiben», sagt Hasler. Er führt aus, dass der Bau weitgehend reibungslos verlief und plangemäss auf Ende Jahr fertiggestellt wird. Die Bewohner können jedoch schon am Mittwoch ihre neuen Zimmer beziehen. «Gefrühstückt wird am Morgen noch im alten Altersheim», klärt der Baukommissionspräsident auf. «Das Mittagessen werden die Bewohner dann aber im neuen Heim einnehmen.» Der Umzug der 60 Personen findet also innerhalb eines Morgens statt. Hasler zeigt sich zuversichtlich, da er neben dem Pflegepersonal auch mit tatkräftiger Unterstützung vom regionalen Zivilschutz rechnen kann.

Grund für den 40 Millionen teuren Neubau war, dass das 1973 errichtete Altersheim nicht den neusten Richtlinien für Pflege und Betreuung entspricht. Das neue zum Eibach erfüllt aber sämtliche Anforderungen: Es gibt grössere Haupt- sowie Badezimmer. Die Zimmer verfügen alle über einen Balkonzugang. Der Neubau ist zudem besser isoliert und kann mt Fernwärme geheizt werden.

Gemischte Pflegegruppen

Neu sind auch zusätzliche Therapie- und Aufenthaltsräume und ein erweiterter Aktivierungsraum. Mit dem Neubau konnten zudem zwölf zusätzliche Zimmer geschaffen werden. Ebenfalls befindet sich neu ein Coiffeursalon im Haus, dieser sei jedoch unabhängig. «Die Bewohner haben aber Vorrang», versichert Hasler. Gemäss dem Baukommissionspräsidenten handelt es sich im Vergleich zum Ausland fast um ein «Luxus-Altersheim». «Die Ansprüche in der Schweiz sind sehr hoch und man muss sich stetig anpassen.»

Hasler führt auf seinem Rundgang zu Fuss in die fünfte Etage, denn den Lift haben die Handwerker und die Zügelhelfer voll und ganz in Beschlag genommen.

Zuoberst angekommen geht es durch die geräumige Verwaltung und die Personalabteilung. Auf den Stockwerken darunter, also im ersten bis vierten Stock befinden sich die die Bewohnerzimmer. Pro Etage gibt es 21 Zimmer und das entspricht einer Pflegegruppe. Allgemein unterscheidet man zwischen verschiedenen Pflegestufen, diese sind aber in den Gruppen durchmischt. Die Pflegestufen-Durchmischung der vier Gruppen hat einen Grund, sagt Hasler und fügt an: «Kommt man bei uns in ein Zimmer, bleibt man in der Regel auf diesem.» Dies würde den alten Menschen einen ständiges Zimmerwechseln ersparen. Beim Rundgang auf dem vierten Stock treffen wir auf den Heimleiter Heinz Frötscher, der gerade einer staunenden Bewohnerin ihr neues Heim zeigt.

Viel Licht im Inneren

Nach der Besichtigung des Stockwerks führt Hasler die bz wieder in das Erdgeschoss. Dieses überzeugt durch seine bereits erwähnte Grösse. Durch diverse Lichtquellen in der Decke kann die Cafeteria auch wenn es dunkel ist taghell erleuchtet werden. Die Heimleitung wie auch die Baukommission sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. «Das neue Altersheim entspricht den Bedürfnissen der Benutzer», freut sich Hasler.

Das bisherige Altersheim soll Anfang nächstes Jahr abgerissen werden. Dort würde es Platz für einen allfälligen Erweiterungsbau geben. «In den nächsten Jahren ist es aber sicher noch nicht so weit», meint Hasler.

Dennoch habe man dies während dem Bau berücksichtigt und man könnte im Bedarfsfall einfach an das neue Altersheim anbauen.