Prämiert

Das sind die cleversten Jugendlichen im Baselbiet

Im Verhältnis zur Teilnehmerzahl haben die Jungforscherinnen und Jungforscher aus dem Baselbiet am nationalen Jugendforscher-Wettbewerb in Luzern die meisten Preise abgeräumt.

Im Verhältnis zur Teilnehmerzahl haben die Jungforscherinnen und Jungforscher aus dem Baselbiet am nationalen Jugendforscher-Wettbewerb in Luzern die meisten Preise abgeräumt.

Man kann es mit Stolz verkünden: Der Kanton Baselland ist Schweizer Meister in Sachen wissenschaftlicher Nachwuchs. Inoffiziell zumindest. Fünf Baselbieter Nachwuchsforscher gewinnen einen Sonderpreise am Wettbewerb von Schweizer Jugend forscht.

Im Verhältnis zur Teilnehmerzahl haben die Jungforscherinnen und Jungforscher aus dem Baselbiet am nationalen Jugendforscher-Wettbewerb in Luzern die meisten Preise abgeräumt. Von acht Teilnehmenden aus dem Landkanton haben nicht weniger als fünf einen der begehrten Sonderpreise gewonnen. Der jährlich stattfindende Wettbewerb wird von der privaten Stiftung Schweizer Jugend forscht durchgeführt und soll Jugendliche in der Schweiz zur wissenschaftlichen Neugier animieren.

Jeder kann mitmachen

Dieses Jahr nahmen 113 Jugendliche aus 17 Kantonen am Wettbewerb teil – so viele wie noch nie. Mitmachen kann im Prinzip jeder, der eine wissenschaftliche Arbeit verfasst hat und noch vor dem Abschluss der Mittelschule steht.

Ein Grossteil der eingereichten Projekte ist im Rahmen einer Maturarbeit entstanden, jedoch können sich auch Berufsfachschüler mit ihren Abschlussarbeiten bewerben. Die Projekte werden dann von einer Jury aus renommierten Wissenschaftlern bewertet und erhalten Prädikate von «gut» bis «hervorragend». Die besten Arbeiten werden zudem mit verschiedenen Sonderpreisen prämiert, die von bekannten Institutionen wie beispielsweise dem EDA gestiftet werden.

«Klartraum» heisst das Phänomen, das ein bewusstes Träumen ermöglicht. Dabei können Zeit und Raum des Traums vom Träumenden beliebig verändert werden. Als Tamara Fingerlin aus Münchenstein zum ersten Mal von diesem Phänomen hörte, dachte sie zunächst einmal an Esoterik. Nichtsdestotrotz gab sie der vermeintlichen Hexerei eine Chance und vertiefte sich in das Thema. Fingerlin übte verschiedene Techniken ein, die zum Klartraum führen - mit Erfolg. Nach nur zwei Wochen erlebte sie ihren ersten Klartraum, im Fachjargon Luzider Traum genannt. Bald war für die 19-jährige Ex-Gymnasiastin klar, dass sie sich eingehender und vor allem wissenschaftlicher mit dem Thema auseinandersetzen wollte. Für ihre Maturarbeit am Gymnasium Münchenstein führte sie Umfragen durch, liess verschiedene Probanden Klartraum-Techniken üben und liess sogar ihre Hirnströme während des Träumens messen. Aber kann man seine Träume tatsächlich unbegrenzt steuern? Tamara Fingerlin: «Im Prinzip schon. Die einzige Grenze ist die eigene Vorstellungskraft.» (ost)

Die Träumerin mit Realitätsbezug

«Klartraum» heisst das Phänomen, das ein bewusstes Träumen ermöglicht. Dabei können Zeit und Raum des Traums vom Träumenden beliebig verändert werden. Als Tamara Fingerlin aus Münchenstein zum ersten Mal von diesem Phänomen hörte, dachte sie zunächst einmal an Esoterik. Nichtsdestotrotz gab sie der vermeintlichen Hexerei eine Chance und vertiefte sich in das Thema. Fingerlin übte verschiedene Techniken ein, die zum Klartraum führen - mit Erfolg. Nach nur zwei Wochen erlebte sie ihren ersten Klartraum, im Fachjargon Luzider Traum genannt. Bald war für die 19-jährige Ex-Gymnasiastin klar, dass sie sich eingehender und vor allem wissenschaftlicher mit dem Thema auseinandersetzen wollte. Für ihre Maturarbeit am Gymnasium Münchenstein führte sie Umfragen durch, liess verschiedene Probanden Klartraum-Techniken üben und liess sogar ihre Hirnströme während des Träumens messen. Aber kann man seine Träume tatsächlich unbegrenzt steuern? Tamara Fingerlin: «Im Prinzip schon. Die einzige Grenze ist die eigene Vorstellungskraft.» (ost)

Einer, der schon vor dem nationalen Wettbewerb von Schweizer Jugend forscht zu einer gewissen Bekanntheit gelangte, ist der 19-jährige Johannes Kapfhammer aus Münchenstein. Im Jahr 2012 gewann er die Schweizer Informatik-Olympiade. Zudem nahm der talentierte Nachwuchswissenschafter bereits an verschiedenen internationalen Mathematik- und Informatik-Olympiaden teil. Am Gymnasium Münchenstein, das Kapfhammer letztes Jahr als Jahrgangsbester abschloss, widmete er sich intensiv dem Freifach Robotik. Kapfhammer fasziniert an der Informatik «ein gegebenes Problem anzugehen, zuerst intensiv darüber nachzudenken und Ideen zu entwickeln, um es zu lösen». Die Wettbewerbsjury überzeugte er mit seinem Projekt «Computeralgebrasysteme - Programmierung und Analyse eines Computeralgebrasystems.» Zur Zeit absolviert Kapfhammer ein Praktikum bei der Informatikfirma IBM in Deutschland. (ost)

Der Olympionike

Einer, der schon vor dem nationalen Wettbewerb von Schweizer Jugend forscht zu einer gewissen Bekanntheit gelangte, ist der 19-jährige Johannes Kapfhammer aus Münchenstein. Im Jahr 2012 gewann er die Schweizer Informatik-Olympiade. Zudem nahm der talentierte Nachwuchswissenschafter bereits an verschiedenen internationalen Mathematik- und Informatik-Olympiaden teil. Am Gymnasium Münchenstein, das Kapfhammer letztes Jahr als Jahrgangsbester abschloss, widmete er sich intensiv dem Freifach Robotik. Kapfhammer fasziniert an der Informatik «ein gegebenes Problem anzugehen, zuerst intensiv darüber nachzudenken und Ideen zu entwickeln, um es zu lösen». Die Wettbewerbsjury überzeugte er mit seinem Projekt «Computeralgebrasysteme - Programmierung und Analyse eines Computeralgebrasystems.» Zur Zeit absolviert Kapfhammer ein Praktikum bei der Informatikfirma IBM in Deutschland. (ost)

Lassen sich biologische Prozesse durch mathematische Formeln beschreiben? Die 19-jährige Andrea Hemmig wollte es wissen und befasste sich im Rahmen ihrer Maturarbeit am Gymnasium Liestal mit Ohrwürmern, die auf Nahrungssuche sind. Nach den herkömmlichen Theorien nämlich verläuft diese Suche nach einem bestimmten mathematischen Prinzip. «Spieltheorie» nennt sich dieses Verfahren, das ursprünglich aus der Ökonomie kommt. Hemmig konnte ihre Experimente sogar am Zoologischen Institut der Universität Basel durchführen. Am Beispiel der Ohrwürmer testete sie verschiedene Modelle der Spieltheorie und kam zum Schluss, dass die bisherigen Theorien noch zu unpräzis sind und es erheblichen Ausbaubedarf gibt. Hemmig selber will sich dieser Aufgabe aber nicht annehmen und sieht ihre Zukunft eher in der Medizin. Zurzeit bereitet sie sich auf die Zulassungsprüfung vor. «Medizin ist praxisbezogener. Es geht um den Menschen, nicht um Formeln und Zahlen», so Hemmig. (ost)

Die Biologin mit einem Flair für Mathe

Lassen sich biologische Prozesse durch mathematische Formeln beschreiben? Die 19-jährige Andrea Hemmig wollte es wissen und befasste sich im Rahmen ihrer Maturarbeit am Gymnasium Liestal mit Ohrwürmern, die auf Nahrungssuche sind. Nach den herkömmlichen Theorien nämlich verläuft diese Suche nach einem bestimmten mathematischen Prinzip. «Spieltheorie» nennt sich dieses Verfahren, das ursprünglich aus der Ökonomie kommt. Hemmig konnte ihre Experimente sogar am Zoologischen Institut der Universität Basel durchführen. Am Beispiel der Ohrwürmer testete sie verschiedene Modelle der Spieltheorie und kam zum Schluss, dass die bisherigen Theorien noch zu unpräzis sind und es erheblichen Ausbaubedarf gibt. Hemmig selber will sich dieser Aufgabe aber nicht annehmen und sieht ihre Zukunft eher in der Medizin. Zurzeit bereitet sie sich auf die Zulassungsprüfung vor. «Medizin ist praxisbezogener. Es geht um den Menschen, nicht um Formeln und Zahlen», so Hemmig. (ost)

Wenn Sie zu lange auf diesen Artikel starren, könnte es passieren, dass der Rest der Zeitung langsam aus Ihrem Blickfeld verschwindet. «Motion induced Blindness» nennt sich das Phänomen, mit dem sich Aurelio Börlin in seiner Maturarbeit am Gymnasium Oberwil auseinandergesetzt hat. Das menschliche Auge nimmt bewegte Gegenstände bewusster wahr, wohingegen unbewegte Gegenstände mit zunehmender Fokussierung eines zentralen Fixpunktes mit der Zeit ausgeblendet werden. Dieses Phänomen sei bis anhin noch nicht wirklich erforscht gewesen, weiss Börlin. Es reizte ihn, in seiner Arbeit etwas komplett Neues herauszufinden. Er testete das Phänomen an Probanden aus verschiedenen Altersgruppen und fand heraus, dass es mit zunehmendem Alter immer länger geht, bis der Ausblendungsprozess einsetzt. Wieso das so ist, kann sich Börlin nicht erklären. Ob er weiterforschen wird, weiss er noch nicht. «Es würde mich aber schon reizen.» (ost)

Der Augenforscher

Wenn Sie zu lange auf diesen Artikel starren, könnte es passieren, dass der Rest der Zeitung langsam aus Ihrem Blickfeld verschwindet. «Motion induced Blindness» nennt sich das Phänomen, mit dem sich Aurelio Börlin in seiner Maturarbeit am Gymnasium Oberwil auseinandergesetzt hat. Das menschliche Auge nimmt bewegte Gegenstände bewusster wahr, wohingegen unbewegte Gegenstände mit zunehmender Fokussierung eines zentralen Fixpunktes mit der Zeit ausgeblendet werden. Dieses Phänomen sei bis anhin noch nicht wirklich erforscht gewesen, weiss Börlin. Es reizte ihn, in seiner Arbeit etwas komplett Neues herauszufinden. Er testete das Phänomen an Probanden aus verschiedenen Altersgruppen und fand heraus, dass es mit zunehmendem Alter immer länger geht, bis der Ausblendungsprozess einsetzt. Wieso das so ist, kann sich Börlin nicht erklären. Ob er weiterforschen wird, weiss er noch nicht. «Es würde mich aber schon reizen.» (ost)

Für ihre Arbeit «Jungparteien im Wandel der Zeit» ging die 20-jährige Laura Salathe auf Spurensuche. In aufwendiger Recherche-Arbeit dokumentierte die Studentin aus Gelterkinden die historische Entwicklung der Schweizer Jungparteien in den letzten 100 Jahren. Salathe hat dabei Pionierarbeit geleistet: Bis anhin existierte keine derart umfangreiche Dokumentation über eidgenössische Nachwuchsparteien. Selber Mitglied einer Jungpartei, sieht sie ihre Zukunft in der Diplomatie. (ost)

Die Politikerin

Für ihre Arbeit «Jungparteien im Wandel der Zeit» ging die 20-jährige Laura Salathe auf Spurensuche. In aufwendiger Recherche-Arbeit dokumentierte die Studentin aus Gelterkinden die historische Entwicklung der Schweizer Jungparteien in den letzten 100 Jahren. Salathe hat dabei Pionierarbeit geleistet: Bis anhin existierte keine derart umfangreiche Dokumentation über eidgenössische Nachwuchsparteien. Selber Mitglied einer Jungpartei, sieht sie ihre Zukunft in der Diplomatie. (ost)

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