Das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (TPH) ist weit mehr als eine Impfstelle für Reisende in tropische Gegenden. Es wird dort seit 76 Jahren im Bereich öffentlicher Gesundheit geforscht und studiert, im Auftrag von nationalen und internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Tätig ist das TPH in über hundert Ländern.

In Basel ist es auf sieben Standorte rund um die Socinstrasse verteilt. Ab 2021 werden aber fast alle 700 Basler Mitarbeiter konzentriert an einem Ort tätig sein: Im Gewerbegebiet Bachgraben in Allschwil. Am Freitag war dort für einen 100 mal 30 Meter grossen und vier Stockwerke hohen Neubau der festliche Spatenstich.

Eröffnung Ende 2021

Von den 110 Millionen Franken Baukosten übernehmen die beiden Trägerkantone Basel-Stadt und Baselland je 40 Millionen, der Bund 20 Millionen und das TPH aus Eigenmitteln 10 Millionen. Den Boden gibt das Bürgerspital im Baurecht der Uni ab, der das neue Gebäude gehören wird. Die Eröffnung ist Ende 2021 geplant.

Der neue Standort ist kein Zufall. Das TPH will von der Nähe zu den vielen Life-Sciences-Unternehmen im Bachgraben profitieren. «Dieser Cluster ist für uns entscheidend», sagt Stefan Mörgeli, Projektleiter des Neubaus. «Wir wären nicht nach Allschwil gekommen, wäre nicht der politische Wille da, hier den Switzerland Innovation Park anzusiedeln.» Dieses hat sich auf Life Sciences spezialisiert.

Tram dauert noch

Wichtig war auch die Nähe zur Stadt, wegen der Studenten der Universität am Institut. «Wir hoffen jetzt, dass möglichst rasch das Tram zum Bachgraben kommt», sagt Mörgeli. Wann es soweit ist, ist derzeit nicht absehbar.

Doch wer sich vor einer Reise in den Süden impfen lassen will, muss auch nach Eröffnung des neuen Standorts nicht nach Allschwil fahren. Denn die Reisemedizin bleibt an der Socinstrasse.